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Klima und Wandel

Alexandra Endres
Journalistin und Volkswirtin
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piqer: Alexandra Endres
Sonntag, 14.06.2020

Was die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung dem Klima bringt

Die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung ist unter den klimarelevanten Bausteinen des Konjunkturpakets ein ganz zentraler. Wichtige Frage also: Was kann sie dem Klima bringen?

Welche Antwort man darauf findet, dürfte ganz entscheidend damit zu tun haben, welchem Entwicklungsmodell man anhängt. Sprich: Eher wachstums- oder industriekritische Menschen dürften der Wasserstoffstrategie wohl eher kritisch gegenüberstehen.

Wer aber findet, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum einander nicht ausschließen, und wer auf technologische Entwicklungen setzt, um das Klima besser zu schützen, der dürfte die Wasserstoffpläne eher positiv einschätzen. Denn mit Wasserstoff lassen sich selbst energieintensive Fabriken klimafreundlich betreiben – vorausgesetzt, der Wasserstoff wurde ausschließlich mit erneuerbaren Energien erzeugt. Mit solchem "grünen Wasserstoff" können beispielsweise Stahlwerke, Zement- oder Chemiefabriken klimafreundlich laufen.

Der Kollege Michael Bauchmüller von der Süddeutschen Zeitung sieht die Strategie positiv, weist aber auch auf ihre Risiken hin. Er kommentiert im hier gepiqten Text:

Im Kampf gegen die Erderwärmung könnte Wasserstoff so zur reinsten Wunderwaffe werden. Ein Stoff, der eine industrielle Entwicklung jenseits fossiler Energie erlaubt, eine klimafreundliche Mobilität, der Entwicklungsländern neue Chancen eröffnet. Aber leicht wird der Weg nicht.

Warum wird er nicht leicht?

  • Weil Wasserstoff künftig Öl, Kohle und Gas ersetzen soll – und dafür eine neue Infrastruktur gebaut werden muss. Die bisherige ist noch auf die alten fossilen Brennstoffe ausgerichtet. Das wird teuer.
  • Weil Wasserstoff nicht für alle Einsatzzwecke taugt, beispielsweise eher nicht zum Heizen oder um Autos anzutreiben. 
  • Weil Wasserstoff nicht unbegrenzt verfügbar sein wird. Energiesparen bleibt also wichtig.
  • Weil fossile Kraftstoffe billig werden könnten, sobald die Nachfrage nach ihnen sinkt, Wasserstoff dann aber vergleichsweise teuer – womöglich zu teuer. Die Politik muss den Markt also durch Quoten oder einen ausreichend hohen CO2-Preis weiter stützen.

Bauchmüllers Fazit:

Die Schlacht um die klimaneutrale Zukunft hat gerade erst begonnen. Es wird Kräfte geben, die den Aufstieg des grünen Wasserstoffs werden bremsen wollen, um ihr fossiles Geschäft zu verteidigen. Umso interessanter ist es, dass und wie diese Strategie zustande kam. Möglich wurde sie erst, nachdem Chemie- und Stahlbranche im grünen Wasserstoff ihre Chancen erkannt hatten – zwei Bereiche der Industrie, die bisher beim Klimaschutz gerne bremsten. Denn für Deutschland ist die potenzielle Wunderwaffe mehr als nur eine Antwort auf die Klimakrise: Sie hat das Zeug zu einem sauberen Exportknüller.

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