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Marcus Bösch
piqer: Marcus Bösch
Dienstag, 16.08.2016

Pokémon Go löst alle Probleme

Vor kurzem auf einer Veranstaltung. Eine schlaue Kollegin sagt zum Abschied: Mal sehen wie lange es dauert, bevor jeder überall vorschlägt, einfach das eigene Thema, die eigene Agenda, das eigene Problem mit Pokémon Go zu kombinieren, um es so zu lösen oder voranzubringen. 

Klingt gut, leider ist die Rechnung zu einfach. Das lehren unzählige schief gelaufene Gamification-Versuche, die sich an der schlichten Formel X plus irgendein irgendwann mal erfolgreiches Game gleich ein viel erfolgreicheres X orientieren. Siehe beispielsweise Floppy Candidate

Es ist toll, dass sich die Brüder Stephen und Matthew Jefferson im Rahmen des Tow-Knight-Journalismus-Stipendiums der CUNY Graduate School of Journalism in New York dem Problem der hyperlokalen mobilen Nachrichtenvermittlung angenommen haben. Die FAZ schreibt: Die App „Bloom“ zeigt, was Verlage von dem Smartphone-Spiel lernen können. Sie bietet mobile Nachrichten vor Ort an. Das gibt Zeitungen die Chance, junge Leser zu erreichen.

Eine etwas pessimistischere und vielleicht auch realistischere Einschätzung las ich vor einigen Tagen bei Poynter. Zitat: Just because a story's nearby doesn't necessesarily make it interesting. Und das dürfte nur eines von sehr vielen Problemen seien. Fazit: Toller Versuch, aber um Journalismus – wie auch immer geartet – zu „retten", braucht es mehr als Pikachu und Freunde.

Pokémon Go löst alle Probleme
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