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Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
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piqer: Cornelia Daheim
Donnerstag, 19.05.2016

Ist die Wissensökonomie nur ein Mythos?

Andre Spicer, Professor für Organisationswissenschaft aus London, zeigt im Guardian einige zentrale Argumente auf, die der gängigen Überzeugung widersprechen, dass in der Zukunft allein Bildung entscheidender Faktor wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit sein werde.

Zum einen fehlten schlichtweg die entsprechenden Arbeitsplätze: auf jeden Job, der einen Uni-Abschluss erfordere, kämen drei, für die kaum eine Ausbildung erforderlich sei – der berühmte Burgerbrater. Schon heute würden 40% der jungen Leute in den USA studieren, aber nur 20% der Stellen einen Bachelor oder mehr erfordern – und durch die Automatisierung könnten viele dieser Arbeitsplätze wegfallen. Das Ergebnis? Beschäftigung unter Niveau, die sogenannten demotivierenden Bullshit-Jobs. Von den enormen Kosten akademischer Bildung (und den aufgeblähten Verwaltungen anglo-amerikanischer Unis) ganz zu schweigen. Hier fordert Spicer ein klares Umdenken – es soll nur nach Bedarf ausgebildet werden, praktische Arbeit im Vordergrund stehen. Vielleicht zeigt der Artikel eher ein anglo-amerikanisches Phänomen auf, aber interessant ist er dennoch in seiner klaren und überzeugenden Gegenposition zur gängigen Denke. 

Ist die Wissensökonomie nur ein Mythos?
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