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Zeit und Geschichte

Achim Engelberg
Dr. phil.
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piqer: Achim Engelberg
Dienstag, 14.06.2016

Österreich - Eine Gebrauchsanweisung oder: Ohne Revolutionen ist auch keine Lösung

Im Juni-Heft des Merkurs ist online ein beachtlicher Aufsatz zu lesen, wie Österreich wurde, wie es ist. Der Historiker Peter Stachel charakterisiert Politik und Institutionen als „parafeudal und höfisch". Ein Grund sieht er in der Landesgeschichte, in der sich ein klassisches, bürgerliches Selbstbewusstsein kaum entwickelte.

In Anlehnung an Colin Crouch argumentiert Peter Stachel. Der britische Politologe meinte in seiner Schrift „Postdemokratie" schon 2003, dass in den Ländern des Westen ein politisches System entstanden sei, in dem die Formalien einer Demokratie wie Wahlen weiterhin bestehen.  Aber die eigentlichen Machtentscheidungen werden davon wenig beeinflusst.

„In diesem Sinn", so Peter Stachels Fazit, „hat sich Österreich vom aufgeklärten Absolutismus unter Umgehung der Demokratie direkt zu einem postdemokratischen Staat entwickelt. Die Träger der Macht sind andere als vor 1918 und die Terminologie hat sich verändert – die Wahlberechtigten werden als »Staatsbürger« bezeichnet –, an der prinzipiellen Formation von Obrigkeit und Untertanen hat sich hingegen nur wenig geändert."

Österreich - Eine Gebrauchsanweisung oder: Ohne Revolutionen ist auch keine Lösung
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