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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Montag, 17.10.2016

Neue Einblicke in den Handel mit entarteter Kunst

Sie handelten mit entarteter Kunst und pflegten engen Kontakt zu hochrangigen Nationalsozialisten. Hildebrand Gurlitt und Bernhard A. Böhmer schrieben sich in den Jahren 1943 und 1944 zahlreiche Briefe. Die beiden Männer waren bedeutende Kunsthändler im sogenannten Dritten Reich. In Güstrow ist nun der Schriftwechsel von Gurlitt und Böhmer aufgetaucht: bei Abrissarbeiten unter der Terrasse eines Hauses am Inselsee. Die Briefe belegen, wie tief die Kunsthändler in den Kunstraub verstrickt waren.

Die Dokumente gingen an die Ernst-Barlach-Stiftung. Gemeinsam mit der Freien Universität Berlin will sie die Briefe nun sichten, ordnen und auswerten. Bei Cornelius, dem Sohn von Hildebrand Gurlitt, wurden 2012 hunderte Kunstwerke aus der Sammlung seines Vaters gefunden. Er war einer der wenigen Händler, die unter den Nationalsozialisten "entartete Kunst" ins Ausland verkaufen durften, um Devisen zu beschaffen.

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