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Zeit und Geschichte

Mord an Walther Rathenau: Der Angriff auf die Weimarer Republik

Dirk Liesemer
Autor und Reporter
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Dirk LiesemerMontag, 27.06.2022

Am 24. Juni 1922 erschossen zwei Mitglieder der rechtsradikalen Organisation Consul den deutschen Außenminister Walther Rathenau. Sie setzten damit eine Parole um, die in ihren Kreisen kursierte: „Auch Rathenau, der Walther, erreicht kein hohes Alter. Knallt ab den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau“.

Die Terroristen wollten mit dem Mord nicht nur die Regierung erschüttern, sondern Aufstände und einen Bürgerkrieg entfachen, um die ihnen verhasste Weimarer Republik zu beseitigen. Das misslang erst einmal gründlich.

SPD, Zentrum und DDP zeigten sich einig. Reichskanzler Joseph Wirth wurde stürmisch beklatscht, als er sagte: "Da steht der Feind, der sein Gift in die Wunde eines Volkes träufelt. Da steht der Feind – und darüber ist kein Zweifel: Dieser Feind steht rechts."

Man verabschiedete drastische Maßnahmen gegen Extremismus, darunter die Einführung der Todes- beziehungsweise lebenslange Zuchthaussstrafe für Attentate auf Mitglieder republikanischer Regierungen - ganz gleich ob noch im Amt oder nicht mehr. Der Mord an Rathenau hätte also in einer letztlich erfolgreichen Selbstbehauptung der Republik münden können.

Wie und warum das Attentat gefährlich nachwirkte (besonders in Kreisen, die heute gänzlich unverdächtig wären), beschreibt der Historiker Heinrich August Winkler in diesem Essay, der einen guten Einblick in die Gefüge und Entwicklungen der damaligen Zeit gibt. Klar wird auch, dass wir heute weit entfernt von jenen bösartigen Zuständen sind, auch wenn der Nationalsozialistische Untergrund "in manchem der Organisation Consul ähnelte", wie Winkler warnend festhält.

Mord an Walther Rathenau: Der Angriff auf die Weimarer Republik

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Kommentare 2
  1. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor einem Monat

    Danke.

    Wer mehr will, dem sei dieses Buch empfohlen:
    https://www.wallstein-...

  2. Dirk Liesemer
    Dirk Liesemer · vor 2 Monaten

    Hab oben den falschen Link eingetragen, hier der direkte zum Text https://www.faz.net/-h...

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