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Zeit und Geschichte

Gestern & Heute: Ein Dossier zum 150. Geburtstag von Heinrich Mann

Achim Engelberg
Dr. phil.
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Achim EngelbergSamstag, 27.03.2021
Am 27. März 1871 ist der unterschätzte, erstaunlich aktuelle Heinrich Mann geboren. Wäre er nicht der Bruder des Großklassikers Thomas Mann, dann strahlte seine Sonne stärker. Mit DER UNTERTAN schrieb er einen Jahrhundertroman. Die von Hans Korte (1929–2016) fast ungekürzte Lesung ist freigeschaltet. Wer nur die erste Folge hört, erkennt die Schärfe und den Schwung dieses Werks.

Die Wirkungsgeschichte dieses erst nach umständlichen Verzögerungen erschienenen Romans zeigt, dass er immer wieder aktuell gelesen wurde und gelesen werden kann – weil die Untertanenmentalität, die Muster, die im Zentrum stehen, immer wieder übertragbar sind. Heinrich Mann war Visionär, ohne sich dessen bewusst zu sein – im ersten Weltkrieg hat er bitter über seine Untertan-Figur gesagt, er hätte sie unterschätzt. Er hatte das Gespür und den scharfen Blick und das künstlerische Vermögen, diesen Stoff nachvollziehbar zu gestalten. Dabei enthält der Roman nur vermittelt eine moralische Anklage – die Satire funktioniert durch Ironie.

So Ariane Martin, Präsidentin der Heinrich-Mann-Gesellschaft, die zum Jubiläum eine Neuedition von DER UNTERTAN vorlegt, die die Entstehung und die Wirkung mit zahlreichen Fotos und Dokumenten aufzeigt.

Wer sich jenseits dieses Jahrhundertbuchs Heinrich Mann annähern will, auch den politisch-historischen Autor mit seiner umfangreichen Publizistik kennenlernen möchte, ist bei dieser Doku trotz einiger Klischees gut aufgehoben. Der Ausnahmeschauspieler Ulrich Tukur spricht dabei ausgewählte Passagen aus Heinrich Manns Artikeln.

Bis heute sind nicht alle Briefe und Dokumente seines Lebens zusammengeführt und ausgewertet. Da er immer wieder fliehen musste, war er gezwungen, vieles zurückzulassen. Die über mehrere Kontinente verstreuten Archivquellen sollen nun verbunden und digital zugänglich gemacht werden.

Was im Film gesagt wird, kann man hier wachsen sehen. Verbunden wird es mit einem multimedialen Reportageformat, das diese literaturwissenschaftliche Fundgrube auch für Laien interessant macht.

Eine große Geburtstagsfeier war nicht möglich, aber diese digitale Gedenkstunde mit prominenten Gästen schon.

DER BLAUE ENGEL, der Filmklassiker von Josef von Sternburg nach Heinrich Manns PROFESSOR UNRAT, gibt es hier bis zum 26. April. Mit dieser Rolle begann die Weltkarriere von Marlene Dietrich ("Ich bin von Kopf bis Fuß / Auf Liebe eingestellt, / Denn das ist meine Welt. / Und sonst gar nichts...").

Bis zum 25. April kann man in der Regie von Wolfgang Staudte die kongeniale Verfilmung von DER UNTERTAN mit seinem furiosen Schluss hier sehen. Zum Schluss noch im Link wenige Anmerkungen zu diesem Stück Filmgeschichte.

Gestern & Heute: Ein Dossier zum 150. Geburtstag von Heinrich Mann

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