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Wissenschaft und Forschung

Wie Mütter ihre Kinder prägen

Silke Jäger
Freie Journalistin und Texterin für Gesundheitsinfos

Ich lebe in Marburg und schreibe über Gesundheit, eHealth, Gesundheitspolitik und den Brexit. Für: Krautreporter, Gute Pillen – Schlechte Pillen und RiffReporter. Non-Profit-Projekt: Podcast http://evidenzgeschichten.podigee.io/

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Silke JägerSonntag, 16.01.2022

Die Frage ist sehr alt und zugleich hochaktuell: Welche Faktoren bestimmen unsere Gesundheit? Dabei stehen unsere Mütter immer im Verdacht, besonders bedeutsam zu sein.

Zuerst hatte man ihre körperliche Konstitution im Blick, die Gene vor allem. Seit dem 19. Jahrhundert weiß man aber, dass die Gene des Vaters eine ebenso große Rolle spielen. In den 1920er und -30er Jahren tauchten zwar Forschungsergebnisse auf, nach denen die mütterlichen Gene mehr Einfluss hatten, zum Beispiel beim Weizen, bei Schnecken und bei Fruchtfliegen.

Aber inzwischen ist bekannt, dass Gene nicht alles sind und die Einflüsse nicht so einfach einem Elternteil zugeordnet werden können.

Eine Hypothese besagt, dass mütterliches Übergewicht während der Schwangerschaft das Risiko für Übergewicht beim Nachwuchs erhöht.

Untersuchungen bestätigten zunächst diese Hypothese, doch eine detaillierte Analyse zeigte, dass das Gewicht des Vaters eine größere Rolle spielt.

Heute beschäftigen sich viele Wissenschaftler:innen mit der Frage, was ein schädlicher Stimulus ist. Die körperliche Verfassung ist dabei nur eine von vielen Faktoren. Das Verhalten der Mutter während der Schwangerschaft kann demnach genauso Folgen haben, wie ihr Stresslevel und die Umgebung, in der sie sich aufhält. Man ersehnt sich Antworten auf die Frage, wann welcher dieser vielen Einflüsse welche Auswirkungen hat.

Doch so einfach ist das nicht. Dieser Artikel stellt das Buch The Maternal Imprint der Wissenschaftshistorikerin Sarah Richardson vor. Darin kommt sie zu einer Kritik der Ideologie, die sich sowohl in diesen Forschungsfragen als auch in der Interpretation der Ergebnisse zeigt.

Der Eifer bei der Suche nach möglichen Einflüssen, die die Eltern für die Gesundheit ihrer Kinder haben, lenkt von Missständen ab. Es geht darum, sich endlich mehr um das zu kümmern, was nachweislich den größten Einfluss auf die Gesundheit hat: hochwertige Gesundheitsversorgung.

Keine der umfangreichen Studien hat je zu irgendwelchen konkreten Maßnahmen beigetragen, die die Gesundheit von Neugeborenen und ihren Müttern verbesserten. Laut Richardson ist es klar, welche Maßnahme in den Vereinigten Staaten das kurz- und langfristig wäre: der Zugang zu Gesundheitszentren mit qualitativ hochwertiger Versorgung und Pflege. Keine andere Maßnahme hat einen vergleichsweise großen Effekt auf vor- und nachgeburtliche Sterblichkeit und auf die Gesundheit der Mütter. Die Forschung zur intrauterinen fötalen Prägung richten den Blick hingegen auf subtile Variationen in weitgehend normal verlaufenden Schwangerschaften und vernachlässigt Risikofaktoren mit weit größerer Wirkung, die allerdings oft sozio-ökonomischer Natur sind.

Wie Mütter ihre Kinder prägen

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