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Volk und Wirtschaft

Antje Schrupp
Politikwissenschaftlerin, Journalistin
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piqer: Antje Schrupp
Samstag, 26.11.2016

Wohnraum für alle: Wie Stiftungen dort einspringen, wo der Markt versagt

Wenn es um die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse geht, ist es manchmal dringend notwendig die Ökonomie vor dem Kapitalismus zu retten. Der Wohnungsmarkt ist dafür ein gutes Beispiel: Das Streben der Investoren nach Gewinnen führt dazu, dass handfester Mangel entsteht. In den vergangenen Jahren hat es solch enorme Preissteigerungen gegeben, dass Wohnraum in Großstädten wie Frankfurt, Hamburg, Stuttgart oder München für durchschnittlich verdienende Menschen unerschwinglich zu werden droht. Besonders hoch waren die Steigerungsraten in Berlin. Vielerorts hat das zur Folge, dass das Sozialgefüge der Städte nachhaltigen Schaden  nimmt und gesellschaftliche Konflikte aufbrechen.

Mehr noch als privaten Investoren, denen man es kaum verdenken kann, dass sie Geld verdienen wollen, muss man hierfür den Kommunen einen Vorwurf machen. Sie haben auf verantwortungslose Weise Häuser und Grundstücke verscherbelt, um kurzfristige Einnahmen zu generieren, anstatt gemeinwohlverträglichen Wohnungsbau zu betreiben oder wenigstens zu fördern. In die Bresche gesprungen sind mancherorts Stiftungen und Genossenschaften. Sie fördern und ermöglichen Wohnprojekte und Bauinitiativen privater Initiativen und Gruppen und entziehen auf diese Weise einen Teil des verfügbaren Wohnraums der Logik des Marktes. Nur so können Häuser auch auf lange Sicht den Zweck erfüllen, für den sie so dringend gebraucht werden: Menschen eine Wohnung zu bieten. Dieser Artikel erklärt, worum es dabei geht, wie es funktioniert und welche Ansätze die einzelnen Akteure verfolgen. 

Wohnraum für alle: Wie Stiftungen dort einspringen, wo der Markt versagt
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