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Volk und Wirtschaft

Antje Schrupp
Politikwissenschaftlerin, Journalistin
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piqer: Antje Schrupp
Sonntag, 21.08.2016

Kreislaufwirtschaft - kann es funktionieren, nix mehr für den Müll zu produzieren?

Viele Produkte sind unter ökologischen Aspekten zu billig hergestellt, sie gehen schneller kaputt als sie müssten. Das liegt natürlich daran, dass die Hersteller möglichst viele davon verkaufen wollen - und ein Produkt, das nie kaputt geht, wäre im Anschaffungspreis zu teuer und würde die Konkurrenz mit den billigen nicht überleben. Ellen MacArthur, ehemalige Weltumseglerin, wirbt mit ihrer Stiftung für ein Umdenken. In der "Kreislauf-Ökonomie" wird nichts mehr für den Müll produziert und alles recycelt. Praktisch würde das darüber funktionieren, dass wir viele Produkte nicht mehr kaufen, sondern mieten - Waschmaschinen zum Beispiel. Dabei denkt MacArthur sehr "systemimmanent", und das ist, wie bei allen Modellen, die an einer einzigen Stellschraube drehen, ein Problem. Denn, nur zum Beispiel: Wenn wir alles, was wir brauchen, nur gemietet haben, ist das auch alles ganz schnell weg, wenn uns das Geld ausgeht: wenn du die Raten nicht mehr bezahlst, holen sie deine Waschmaschine ab. Oder? Eingebettet in größere gesellschaftliche Konzepte des Neudenkens von Wirtschaft ist die "Kreislauf-Ökonomie" aber sicher ein wichtiger Baustein.

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