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Volk und Wirtschaft

Christian Odendahl
piqer: Christian Odendahl
Montag, 02.11.2015

Arbeit vs. Kapital -- verschieben sich die Gewichte wieder?

Eine spannende Analyse, gespickt mit chart porn. Die These des Artikels ist recht einfach. Die immer größer werdende Anzahl verfügbarer Arbeiter auf der Welt war der Hauptgrund für fallende Zinsen und steigende Ungleichheit der letzten Jahrzehnte. Niedrige Löhne führten dazu, dass Firmen weniger Investitionen tätigten, somit auch weniger Investitionskapital nachfragten, wodurch die Zinsen fielen.

Da kein neues China oder Indien in Sicht ist, das für eine große Anzahl zusätzlicher Arbeiter auf dem Weltmarkt sorgen kann, wird der demographische Wandel die Gewichte von Arbeit gegenüber Kapital wieder verschieben: höhere Löhne, und höhere Zinsen wären die Folge. Sind wir wirklich am Ende eines großen Trends angekommen? Sind also die Warnungen vor der säkularen Stagnation unsinnig? To be continued.

Arbeit vs. Kapital -- verschieben sich die Gewichte wieder?
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Kommentare 6
  1. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · Erstellt vor fast 4 Jahren ·

    Was denkst du?

    1. Christian Odendahl
      Christian Odendahl · Erstellt vor fast 4 Jahren ·

      Ich habe das bewusst ausgelassen, weil ich sowohl die secular stagnation Hypothese, als auch diese hier stichhaltig finde, nur schließen sie sich zum Teil aus. Daher: to be continued.

  2. Eric Bonse
    Eric Bonse · Erstellt vor fast 4 Jahren ·

    Eine interessante These. Allerdings wird gleichzeitig der gesamte White-Collar-Bereich dem globalen Wettbewerb unterworfen, Stichwort "Cloud Labour". Dies könnte Löhne und Gehälter wieder bzw. weiter drücken...

    1. Christian Odendahl
      Christian Odendahl · Erstellt vor fast 4 Jahren ·

      Das ist in Teilen ja schon passiert, aber es stimmt, das kann noch deutlich weiter gehen, aber eher in obere Einkommensbereiche, oder?

  3. Georg Wallwitz
    Georg Wallwitz · Erstellt vor fast 4 Jahren ·

    Wenn man doch nur wüsste, woran die "secular Stagnation" liegt ...
    Einige mögliche Faktoren sind von den im Artikel genannten Gründen unberührt: Der Mangel an Innovationskraft, das Altern der Gesellschaft. Und die Unlust zu investieren wäre vielleicht noch größer, wenn die Löhne und Zinsen steigen.

    1. Christian Odendahl
      Christian Odendahl · Erstellt vor fast 4 Jahren ·

      Richtig, genau diese Aspekte fehlen in der Betrachtung. Zinsen können nur steigen, wenn Sparneigung sinkt und/oder Investitionsbereitschaft steigt, daher teile ich Dein letztes Argument nicht. Auch steigende Löhne führen eher zu mehr Nachfrage und größeren Anreizen, in arbeitssparende Technologie zu invesiteren.

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