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#allesdichtmachen — eine Art Making Of

Tino Hanekamp
Autor

Tino Hanekamp war Journalist und Musikjournalist, hat in Hamburg zwei Musikclubs gegründet (Weltbühne, Uebel & Gefährlich), einen Roman geschrieben (‚So was von da‘) und unlängst ein Buch über Nick Cave ('... über Nick Cave'). Er lebt im Süden Mexikos.

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Tino HanekampMontag, 03.05.2021

Die kontroverse „Kunstaktion“ #allesdichtmachen verstopft seit knapp zwei Wochen viele Kanäle. Wer davon genug hat: bitte nicht weiterlesen! Das Leben ist auch so schon viel zu kurz.

Wer hingegen noch ne Runde drehen will — hier gibt’s Stoff. Der Tagesspiegel hat versucht herauszufinden, wer hinter der Aktion steckt und wie sie zu Stande kam (der Spiegel auch, hier hinter der Paywall). Es ist so eine Art Making Of, wenngleich mit Lücken und Mutmaßungen, denn die #allesdichtmachen-Macher halten sich bedeckt, und zwar mit Ansage. In einem Schreiben, das im Vorfeld der Aktion an diverse Schauspielerinnen und Schauspieler verschickt wurde, heißt es:

"Und wenn die Aktion mal in der Welt ist, dann schweigen wir. .. Keine Statement, keine Interviews, keine Gruppen, keine Sprecher. Das Werk steht für sich selbst. Kann sein, dass dann irgendwann Shitstorm machen will - aber warum genau? ... Jegliche Kritik läuft an uns ab wie Wasser am Lotusblatt.“

Und jetzt rätseln halt „die Medien“ rum — Wer, warum, wie? — und versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Das Ergebnis ist interessant, wenngleich sich der hier gepiqte Artikel zuweilen liest, als ginge es darum, die Chronologie eines versuchten Staatsstreichs zu entwirren. Manch einer mag den vier Autoren sogar unterstellen, sie wollen eine Verschwörung finden, wo es doch nur ein paar satirisch gemeinte Videos gab. Aber so einfach ist es eben nicht, und wir sind halt alle ein bisschen hysterisch gerade.

Besonders interessant finde ich die Tatsache, dass die an der Aktionen beteiligten Schauspielerinnen und Schauspieler vermutlich nur vorgegebene Texte vorgetragen haben. Was Schauspieler von Berufs wegen nun mal so machen aber in diesem Fall mit einem, sagen wir mal, gewissen Geschmäckle daherkommt.

Ob sich schon jemand die Filmrechte gesichert hat? Das alles wäre doch prima Serienstoff. Ein Sittengemälde Deutschlands zu Zeiten der Pandemie — sicher bald auch auf Ihrem Kanal.

#allesdichtmachen — eine Art Making Of

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Kommentare 5
  1. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor 4 Tagen

    Im Perlentaucher fand ich diesen Hinweis zum Tagesspiegel-Artikel:

    In der Welt ist Regisseur Thomas Bohn sichtlich angewidert von dieser Art der Berichterstattung, die ihn an die McCarthy-Ära erinnert: In dem Artikel reihe sich "eine Vermutung an die andere. Von 'Verwerfungen' in der Branche ist die Rede, von 'munkeln' über 'größere Namen', die beteiligt seien, wird berichtet. Aber 'niemand möchte namentlich genannt werden', weil sich eben 'niemand traut'. Dafür traut sich aber der Tagesspiegel. Um Moritz Bleibtreu 'verdichten sich die Hinweise', dass er 'zu einem frühen Zeitpunkt in die Aktion eingebunden war'. Und dann erzählt eine geheime 'Quelle' dem Tagesspiegel wirklich Böses: Nämlich dass es niemand in der Szene wagen würde, Bleibtreu als 'aktiven Rekrutierer' der Aktion zu nennen. Begründung: 'Der lässt dich dann eventuell aus dem nächsten Projekt kicken, wo er besetzt ist.' So etwas nennt man im Volksmund Rufmord."

  2. Thomas Wahl
    Thomas Wahl · vor 5 Tagen

    Ich find auch, die Reaktion auf die "Kunstauktion" sagt mehr über uns aus, als die Aktion selber ....

    1. Christoph Zensen
      Christoph Zensen · vor 5 Tagen

      Huch, heute ohne "😏" am Ende?

    2. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 5 Tagen

      @Christoph Zensen Überraschung?

  3. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 5 Tagen

    Liefers bedankt sich per Tweet bei den Tatort Zusehern für die Unterstützung...

    https://twitter.com/Ja...

    ...ich schaue keinen Tatort und finde Liefers auch nicht rechts...aber besonders klug muss ich ihn auch nicht finden oder?

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