Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Europa

Thomas Wahl
Dr. Phil, Dipl. Ing.
Zum piqer-Profil
piqer: Thomas Wahl
Donnerstag, 23.01.2020

Europa, deine Staaten

Hans Ulrich Gumbrecht ist mit seinen unzähligen Gastprofessuren in vielen Teilen der Welt sicher prädestiniert, den Zustand der westlichen Staaten zu beurteilen. Und diese scheinen in der Krise zu sein. Zeit, darüber nachzudenken, wo kommen sie her, was kann man von Staaten erwarten und was sollten diese tun und was nicht. Und natürlich, wie muss ein entsprechender Staat konkret aussehen, um die (oft übergroßen?) Erwartungen zu erfüllen.

Schon kurz nach 1800 hatte der Philosoph Johann Gottlieb Fichte festgestellt, dass «über nichts mehr geschrieben, gelesen und gesprochen worden ist als über den Staat». Damals stand der für uns bis vor kurzem unvordenkliche Staat in gleichsam jugendlicher Bewegung. Er war als Reaktion auf das tödliche Chaos der nachreformatorischen Religionskriege mit der Aufgabe entstanden, die Souveränität und Stabilität von Regierungen an jeweilige Territorien zu binden. Diese Form verbanden dann die bürgerlichen Revolutionen mit dem im 19. Jahrhundert normativ werdenden Paradox vom Volk, das zugleich Herrscher und Untertan sein sollte – und nichts anderes bedeutet seither Demokratie. Darüber hinaus aber – und dies genau sah Fichte – hat es nie wieder einen Konsens über die Definition des Staates gegeben.

Gumbrecht sieht im Westen zwei historisch entstandene grundsätzliche Staatsmodelle. Auf der einen Seite die amerikanische Auffassung als eine außenpolitisch handelnde aktive Weltmacht, die "innenpolitisch kaum über die Bewahrung der Rechtsstaatlichkeit hinausgehen" wollte. Andererseits entstand in Europa ein neuer Typ von Sozial- und Wohlfahrtsstaaten. In diesen bekam die "Öffentlichkeit" eine wachsende Bedeutung bei der politischen und moralischen Willensbildung. Es entstand eine wachsender, zunehmend differenzierter staatlicher Dienstleistungssektor in Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Kultur. Das inspirierte wiederum die Idee zu einem "Überstaat" in Form der Europäischen Union. 

Die Frage: Wie kann oder wird es weitergehen?

Europa, deine Staaten
8
3 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Europa als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer Kuratoren als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.