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Liebe, Sex und Wir

Oskar Piegsa
Redakteur "Die Zeit"
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piqer: Oskar Piegsa
Donnerstag, 09.01.2020

Viele alte Menschen sind einsam. Viele junge haben Zeit. Könnte man da nicht was machen?

Etwa einer von zehn Menschen in Deutschland fühlt sich einsam. Nicht ausnahmsweise, weil die Kolleg*innen ihn bei der Mittagsrunde vergessen haben und er jetzt allein in der Kantine hockt. Nicht immer mal wieder, wenn er knutschende Pärchen im Park sieht und denkt: "Ich könnte ja auch mal wieder."

Sondern: oft oder sehr oft. Das zeigen Daten des sozio-ökonomischen Panels, einer repräsentativen Befragung, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mit Blick auf die Einsamkeit ausgewertet hat. Zwei von drei Deutschen kennen dieses Gefühl hingegen selten oder nie. (Hier geht’s zum IW-Bericht Einsamkeit in Deutschland aus dem Jahr 2019.)

Ich lese oft von Sozialstress und #FOMO, von Endorphin-Highs durch Likes und Faves, vom ganzen Wahnsinn unserer vermeintlich überconnecteten Welt. Aber das ist eben nur ein Teil der Wahrheit, zu der auch gehört, dass es viele Menschen gibt, die nicht zu viel Kontakt zu anderen haben, sondern zu wenig.

Die Anliegen und Bedürfnisse dieser Menschen werden jedoch selten gehört und gesehen, weil … eben.

Der Journalist Jonas Weyrosta hat einen Vorschlag, was gegen die Einsamkeit helfen könnte: Die Einführung eines Zivildienstes für alle. Also eines sozialen Pflichtjahrs für junge Männer und Frauen. Gegen die Einsamkeit, gegen den Hass, den diese manchmal nährt, für mehr Zusammenhalt.

Annegret Kramp-Karrenbauer, die Bundesvorsitzende der CDU, hatte das im November auch schon vorgeschlagen, aber, naja, AKK hat uns durch dumme Witze ("Latte-Macchiato-Fraktion") und vorschnelle Vorschläge ("Schutzzone") ein bisschen dazu erzogen, ihre Vorschläge etwas schneller ad acta zu legen als die von anderen. So verhallte dann auch die Pflichtjahrdebatte (immerhin: Til Schweiger ist dafür).

Hören wir uns denselben Vorschlag zur Sicherheit aber noch mal von Jonas Weyrosta an. Ich finde: Was er da schreibt, ist bedenkenswert.

(Full disclosure: Der Text erschien zuerst in "Christ & Welt", einer Beilage der Wochenzeitung "Die Zeit", bei der ich angestellt bin).

Viele alte Menschen sind einsam. Viele junge haben Zeit. Könnte man da nicht was machen?
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Kommentare 1
  1. Theresa Bäuerlein
    Theresa Bäuerlein · vor 6 Monaten

    Es ist definitiv bedenkenswert. Sehr bescheuert hingegen finde ich die aktuelle Kampagne der DAK "Geht Omas drücken!" Was heißt hier: Omas? Dieses Bild von Großmüttern ist doch aus den 50ern (genau wie das Oma-Emoji). Sicher gibt es viele alte einsame Menschen, aber unser Bild der Großmutter braucht dringend ein Update.

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