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Pop und Kultur

Martin Böttcher
Journalist, Sammler
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piqer: Martin Böttcher
Mittwoch, 27.03.2019

Das Michael-Jackson-Dilemma, Teil 649

Ich bin gerade durch alle von mir gepiqden Artikel gegangen, um zu sehen, wie viele mit Michael Jackson zu tun haben. Neun, so viele wie zu keinem anderen einzelnen Thema. Warum so viele? Ich war mir, auch wenn er nie verurteilt wurde, ziemlich sicher, dass Jackson tatsächlich Kinder sexuell missbraucht hat. Mich hat immer gestört, wie die Erben versucht haben, ihn zum Heiligen zu stilisieren, der viel zu früh gestorben ist, und dabei auf Teufel komm raus jeden Hinweis auf die Missbrauchsvorwürfe totschwiegen. Im Hinterkopf aber hatte ich auch immer die These von Mary A. Fischer, die in ihrem langen Artikel "Was Michael Jackson Framed?" die Möglichkeit erörtert, dass der Popstar hereingelegt wurde. Irgendwie hatte ich jedes Mal, wenn ich Neues über Jackson las oder selbst schrieb, das (falsche) Gefühl, ich käme der Wahrheit ein kleines bisschen näher. Die Doku "Leaving Neverland", die hier schon besprochen wurde, kann natürlich nichts Letztendliches beweisen. Aber sie hat, selbst wenn man den Aussagen der beiden Männer nicht glaubt, die dort von Missbrauch durch Jackson berichten, dazu geführt, dass man nicht mehr so tun kann, als wäre der ein exzentrischer, aber harmloser Heiliger gewesen. Warum schreibe ich das? Johannes Franzen hat in einem Artikel für die Zeit aufgeschrieben, was es mit einem macht, wenn man in die Jackson-Ausstellung geht, die in der Bundeskunsthalle in Bonn gezeigt wird. Das ist ja eine Show, die von Jackson inspirierte Kunst ausstellt. Also nicht seine berühmte  Thriller-Jacke, sondern Gemälde, Installationen, Interpretationen. Ich habe sie schon zuvor in Paris gesehen, als "Leaving Neverland" noch nicht draußen war - und fand da, dass sie auch die hässliche Seite von Jackson andeutete. Aber nach der Doku ist "andeuten" zu wenig. Also wurde die Show ergänzt. In Paris standen wir übrigens Schlange. Und in Bonn? Franzen jedenfalls schreibt sehr gut darüber, wie wir alle unser Verhältnis zu Jackson zu klären haben. Ich mag MJ nicht mehr hören.

Das Michael-Jackson-Dilemma, Teil 649
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Kommentare 1
  1. Kent Gürel
    Kent Gürel · Erstellt vor 8 Monaten ·

    Hatte diesen Artikel auch schon als Piq im Kopf, schön, dass er den Weg hierher gefunden hat. Ich finde ihn vor allem wegen der psychologischen Analyse des Spannungsfeldes, das zwischen der Wirkung des Künstlers in der eigene Biografie und dem Handlen und Wirken des hinter der Musik stehenden realen Menschen entsteht, lesenswert. Es scheint auf der Hand zu liegen, dass man Jacksons Musik nicht mehr unbeschwert hören kann, das Grundrauschen der Missbrauchsvorwürfe ist ständig hörbar. Aber auch nicht erst seit "Leaving Neverland".

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