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Pop und Kultur

Öfter mal heulen: Kultur-Ergriffenheit macht stressresistent

Jan Paersch
Autor für taz, NDR, DLF, Jazz Thing und andere
Zum piqer-Profil
Jan PaerschDienstag, 29.03.2022

Ich möchte keine Lanze für den Brit-Rom-Kitsch der gepiqden supererfolgreichen ZDF-Reihe brechen. Wohl aber für Rührung und Ergriffenheit – und das scheinen die Rosamunde-Pilcher-Filme mit ihrem Grundrezept "Allerweltsmenschen vor umwerfender Kulisse" (aus der Reportage "Tausendmal gerührt") ja bei so manchen auszulösen.

Seltsamer Exkurs, aber: es hilft, sich von Musik, Kunst und Literatur bewegen zu lassen, zumal in Zeiten wie diesen.

Gabriela Herpell schreibt im SZ Magazin eigentlich über die Folgen davon, sich für besonders belastbar zu halten (Selbstausbeutung, Belastbarkeit und Kapitalismus hängen zusammen, Resilienz macht unkritisch, etwa schlechten Arbeitsbedingungen gegenüber).

Der für mich schönste Satz im Artikel stammt aber von der Psychologin und Stressforscherin Paula Williams:

Je häufiger jemand eine Gänsehaut bei ästhetischen Darbietungen bekommt, desto stärker ist er vor Stress geschützt.

Williams war erstaunt über die Stärke dieses Effekts, den sie an 73 Studierenden untersuchte. Sie glaubt: Ergriffenheit ist Ausdruck einer positiven Gefühlslage, die wie ein Polster gegen Stress wirkt.

Nun ist der Begriff "ästhetische Darbietung" natürlich subjektiv - für viele erbringt Pilcher keinen ästhetischen Mehrwert (immerhin: alles ohne Bezahlschranke verfügbar!). Gerne nehme ich weitere Tipps für Auslöser kultureller Ergriffenheit entgegen.

Mein persönlicher Musik-Tipp für Ergriffenheit:
das neue Album der großartig seltsamen neuseeländischen Singer/Songwriterin Aldous Harding.

Und ein Film-Tipp zur Rührung:
die beiden warmherzigen letzten Kaurismäki-Filme beim Streaming-Dienst MUBI.


Öfter mal heulen: Kultur-Ergriffenheit macht stressresistent

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Kommentare 3
  1. Theresa Bäuerlein
    Theresa Bäuerlein · vor 4 Monaten · bearbeitet vor 4 Monaten

    Oh, danke! Ergriffenheit ist sowieso total unterschätzt – vielleicht bald weniger, wenn man sie nun als Mittel für Stressresistenz versteht ;)

    1. Jan Paersch
      Jan Paersch · vor 4 Monaten

      Und was ergreift dich zur Zeit, Theresa?

    2. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · vor 3 Monaten

      @Jan Paersch Was für eine schöne Frage. Der Frühling!

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