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Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Freitag, 12.06.2020

Hilferuf aus dem Kommando Spezialkräfte

Zwölf Seiten ist der Brief lang und sein Inhalt ist für die Bundeswehr und das Verteidigungsministerium äußerst brisant. Sein Autor dient im Kommando Spezialkräfte – KSK – und berichtet Details aus dem Verband, die im politischen Berlin für Unruhe sorgen. 

Die Eliteeinheit, gegründet für Geiselbefreiung im Ausland und Sondereinsätze, hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Schlagzeilen produziert, weil einzelne Soldaten als rechtsradikal aufgefallen waren. Nun schreibt der Briefautor, dass innerhalb des KSK rechtsextreme Tendenzen geduldet, teilweise wissentlich vertuscht würden und den Mitgliedern eingebläut werde, keine Vorkommnisse zu melden. Adressatin des Schreibens ist Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.

In ihrem Ministerium sorge der neue Hinweise auf Missstände beim KSK für Aufregung, schildert Matthias Gebauer im Spiegel. "So schreibt der Soldat gleich auf der ersten Seite, Hinweise auf rechtsextreme Kameraden innerhalb des rund 1000 Mann starken KSK würden 'intern zwar wahrgenommen, aber aus unterschiedlicher Motivlage kollektiv ignoriert oder gar toleriert'." 

Weiter heißt es in dem Brief, der einem Hilferuf gleicht: Es habe sich ein nicht auszutrocknender Sumpf innerhalb des Kommandos entwickelt, dieser sei "tief greifender und struktureller als derzeit im Ministerium bekannt sein dürfte". Und, am brisantesten ist die Einschätzung des Hauptmanns, dass die Führung des KSK mit der Aufklärung "offenbar überfordert" sei. Nur eine externe Untersuchungskommission könne helfen.

Politisch steht Kramp-Karrenbauer wegen der rechtsextremen Umtriebe beim KSK unter  Druck. Sie hat versprochen, gegen rechtsradikale Strömungen in den Streitkräften vorgehen zu wollen. Noch vor der parlamentarischen Sommerpause will sie einen Bericht über das Kommando Spezialkräfte und politischen Extremismus veröffentlichen.

Hilferuf aus dem Kommando Spezialkräfte
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