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Klima und Wandel

Forscher: "Verkehrsdebatte zu wenig politisiert"

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin

"Wie kann die Klimakrise gelöst werden?" ist die Frage, die mich beruflich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

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Daniela BeckerMittwoch, 01.09.2021

In einer Studie im Fachmagazin "nature" haben Forscherinnen und Forscher untersucht, wie der Verkehrsraum in verschiedenen Städten weltweit aufgeteilt ist.

Demnach ist öffentlicher Raum in den meisten Städten nur sehr selten Fußgängern zugewiesen und in aller Regel Autos. "Ein Grund liegt in den Anfängen der Verkehrsplanung. Sie ist entstanden, um die Probleme der Verbreitung der ersten Autos zu bewältigen", sagt Mobilitätsforscher Giulio Mattioli von der TU Dortmund im Dlf-Interview.

In Deutschland hält der Forscher das Straßenverkehrsrecht als mitverantwortlich für die Situation: "Es legt fest, dass der Zweck der Straße der Verkehr ist – und auch geparkte Autos werden als Verkehr definiert, der stillsteht, und nicht als Objekte, die abgestellt wurden. Das führt dann zu einer Priorisierung von Parkraum gegenüber anderen Nutzern, die denselben Raum beanspruchen könnten."

Erst in den letzten Jahrzehnten habe man erkannt, dass es sinnvoll ist, auch zu messen, wie häufig die Menschen zu Fuß gehen und mit dem Fahrrad fahren, so der Wissenschaftler.

Interessant ist Mattiolis Antwort auf die Frage, ob die Ergebnisse der Forschung für mehr Versöhnung in einer "aufgeheizten" Debatte führen könne.

Ich denke, paradoxerweise ist einer der Gründe, warum die Debatte im Verkehrswesen so hitzig ist, dass das Thema nicht genügend politisiert wird. Weil der Verkehr schon seit langem als eine Art technisches Thema dargestellt wird. Und wir neigen nicht dazu, das als einen Bereich zu sehen, in dem es verschiedene Gruppen mit konkurrierenden Ansprüchen an ein und dieselbe Sache gibt, also eben den Straßenraum. Wir neigen dazu, davon auszugehen, dass der Stand der Dinge völlig rational ist. Jede Änderung wird dann als gegen den gesunden Menschenverstand verstoßend oder utopisch dargestellt. Und ich denke, dass Studien wie diese dazu beitragen, die Dinge in Frage zu stellen. Warum sollten wir in Städten, in denen viele Menschen das Auto gar nicht so nutzen, diesem Verkehrsträger so viel Raum zuweisen? Ich denke also, es wäre eine gesündere Debatte, wenn wir sagen würden, dass dies nur ein weiterer politischer Bereich ist, in dem es einen legitimen Spielraum für legitime Meinungsverschiedenheiten gibt.
Forscher: "Verkehrsdebatte zu wenig politisiert"

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