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Reportagen und Interviews

Alexandra Endres
Journalistin und Volkswirtin
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piqer: Alexandra Endres
Montag, 03.06.2019

30 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker: Die NYT zeigt bislang unveröffentlichte Fotos der Proteste

30 Jahre ist es mittlerweile her, dass auf dem Tiananmen-Platz mitten in Peking Hunderttausende wochenlang für politische Reformen demonstrierten. Sieben Wochen kampierten sie dort. Dann rollten die Panzer gegen die protestierenden Studenten und Bürger.

Bis heute ist unklar, wie viele Menschen am 4. Juni 1989 in Peking starben. In China werden die Ereignisse bis heute vertuscht. Weil nicht über die Proteste und die Toten gesprochen werden darf, fangen inzwischen selbst jene an zu vergessen, die damals bei den Demonstranten auf dem Platz waren, um sie zu unterstützen.

Die New York Times widmet sich den Geschehnissen des 4. Juni 1989 seit ein paar Tagen in vielen unterschiedlichen Beiträgen (gesammelt hier zu finden). Besonders eindrucksvoll ist eine Serie von bislang unveröffentlichten Fotos, in denen Jian Liu, ein damals 20-jähriger Modedesign-Student, die Demonstrationen und die folgende Repression dokumentierte. Er hatte gehofft, die Proteste würden sein Land besser machen, sagt er. Er wurde enttäuscht.

Jian Liu has kept 60 rolls of film hidden from public view for three decades.

(...) Captivated by the spirit of the movement, he photographed the protests for about 50 days.

Mr. Liu said he had been exhilarated by the protesters’ bold demands for greater freedom and an end to corruption, and had set out to capture their enthusiasm and zeal.

“It made me think that this country would get better and better,” he said.

Then, on June 4, 1989, the People’s Liberation Army rolled into Beijing and opened fire at the activists and civilians, killing hundreds, possibly thousands.

(...)

“I couldn’t bear it,” he said in an interview.

Die New York Times zeigt nur eine Auswahl von Jian Lius Bildern, aber die Fotos machen sehr klar, wie hoffnungsvoll die Proteste begannen, und wie brutal sie am Ende niedergeschlagen wurden. Man sieht untergehakte Studenten zu Beginn der Demonstrationen im April 1989; Studenten, die sich in einem Fahrzeug, offenbar ein Bus, beraten; Studenten im Hungerstreik. Die Göttin der Demokratie, eine enorm große Statue, die der New Yorker Freiheitsstatue ähnelte, und von den Demonstrierenden auf dem Platz errichtet worden war. Der riesige Tiananmen-Platz voller Menschen. Neugierige Zaungäste; Unterstützer bei einer Solidaritätsdemo; Zivilisten, die Ende Mai die ersten Soldaten stoppten, die – noch unbewaffnet – geschickt worden waren, das Kriegsrecht in Peking durchzusetzen.

Dann sieht man brennende Barrikaden, verwundete Soldaten, Tote.

Die NYT schreibt, Jian Liu habe sich erst entschieden, seine Fotos zu veröffentlichen, nachdem ihm bewusst wurde, dass seine Tochter im Teenageralter, die bis 2016 in China zur Schule gegangen war, nie vom Tiananmen-Massaker gehört hatte.

Many young Chinese are similarly unaware, the result of the Chinese government’s largely successful campaign to silence discussion of the violent crackdown.

“The Chinese Communist Party is building a government based on a lie,” he said. “It’s very afraid that more people would know the truth. So I decided to put this out.”

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