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Technologie und Gesellschaft

René Walter
Ins-Internet-Schreiber seit 2005, Mit-Sachen-Auskenner seit 1974

Irgendwas mit Medien seit 1974|1996 (amateurish|professionell), Typograph, Grafiker, Blogger. Ask me anything.

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piqer: René Walter
Mittwoch, 18.10.2017

Stephen Fry über die gesellschaftlichen Auswirkungen technologischer Singularität

Stephen Fry gelingt in seinem Vortrag in den Bell Labs über die große Konvergenz neuer Technologien und deren Auswirkungen auf das Soziale, die Gesellschaft und das Zusammenleben eine wunderbare Zusammenführung all der Konflikte und Probleme, auf die wir in den letzten zehn Jahren der Digitalität gestoßen sind.

Er zieht die metaphorische Parallele in seinem Vortrag nicht zur vielzitierten Erfindung des Buchdrucks oder der Elektrizität, sondern auf die Entwicklung der Sprache selbst, und ich denke/fürchte, dass er das Ausmaß der bereits eintretenden und noch kommenden Umwälzungen damit genau richtig einschätzt. Sein Fazit: „Look inward, to the human heart“.

Der Vortrag und die Fragerunde am Ende sind in Gänze sehenswert, hier ein loses Transkript seines Intros:

„What will Technology do to our minds, our social groupings, the end of the work place, education, medicine, commerce, social love, leisure and labour as we always understood them since the dawn of language?

The hinges of pandoras box squeak as the lid rises. Plenty of concerns make the headlines today: Trolling, Postures, Fake News, Big Data, the slavery of the gig economy, the echochamber and filterbubble that ghettoizes us further and further, identity-theft, recruiting of the young for various ends, bullying, bodyshaming and on and on and on.

These are all issues that worry us now, but all of these should be understood as known knowns and known unknowns. Even politicians and businesspeople are aware of these issues. But such challenges are nothing set aside compared to what's coming around next.“

Stephen Fry über die gesellschaftlichen Auswirkungen technologischer Singularität
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Kommentare 1
  1. Silke Jäger
    Silke Jäger · vor 12 Monaten

    Sehr tolle 100 Minuten! Danke dafür.
    Wie wichtig seine Gedanken sind, wie dringend nötig es ist, Konsens zu finden darüber, was wir als Gesellschaften von der Digitalisierung wollen und was wir ihr erlauben zu sein, wird uns ja gerade sehr eindrücklich vorgeführt: Wie haben Desinformationskampagnen im amerikanischen Wahlkampf und vor dem Brexit-Referendum demokratische Prinzipien verletzt? Ich bin gespannt, ob man auf der Grundlage der aktuellen Gesetze in den Ländern wirklich weiterkommt. In Großbritannien hat man das Problem zum Glück schon erkannt, ein Antrag auf Modernisierung der Wahlgesetzgebung wurde letzte Woche ins Oberhaus eingebracht.
    Gesetze allein werden es aber nicht richten. Fry weist da auch auf die Kraft des Geschichtenerzählens hin. Wir haben aber jetzt schon so viele Orte für Geschichten geschaffen, dass es kaum noch gelingt, sich auf eine Art Kanon der wichtigen und wahren zu einigen. Die Kraft zur Identitätsstiftung scheint sich woanders hin zu verlagern.