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piqer: Otherwise Network
Donnerstag, 09.01.2020

Manipulation und Autonomie

In der Internet-Policy und Digital-Rights-Community ist es fast ein Dogma, dass Menschen durch digitale Dienste manipuliert und in ihrer Autonomie beschränkt werden. Dieser Glaube bezieht sich nicht nur auf soziale Plattformen im Allgemeinen, sondern stellt auch die Basis für diverse Einzeldiskurse (wie zum Beispiel den über die mythischen "Social Bots") bereit.

Michael Klenk und Jeff Hancock argumentieren innerhalb dieser Logik und arbeiten heraus, dass Manipulation und Autonomieverlust keineswegs so direkt zusammenhängen, wie das gerne der Einfachheit halber behauptet wird. Dabei nehmen sie die üblicherweise verwendeten Definitionen von Manipulation und Autonomie als Basis.

Spannend ist an diesem Artikel vor allem, dass er den Diskurs öffnet indem er die Begriffe Autonomie und Manipulation klar umreißt und damit auch implizit zeigt, wie problematisch sie sind: Weil man Autonomie nicht sinnvoll als "ohne Einfluss von außen" definieren kann, wird auf den Taschenspielertrick zurückgegriffen, das Konzept "Authentizität" aus der Werbeindustrie als Proxy zu verwenden. 

Viele zentrale Begriffe der sozialen Interaktion werden - wenn sie in öffentlichen Diskursen auf digitale Systeme angewendet werden - nicht wirklich in ihrer Bedeutung reflektiert, sondern eher in einer gefühlten Definition verwendet. Um die digitalen Welten menschlich zu gestalten ist es allerdings vonnöten genau diese Begriffe kritisch zu reflektieren.

Denn gerade im Bereich der Manipulation oder der Meinungsbildung im Digitalen wird gerade ganz massiv auf Regulierung hingearbeitet. Dabei ist gar nicht immer klar ob man nicht einer Chimäre wie den "Social Bots" hinterherläuft oder ob man wirklich gezielt ein Problem lösen kann. 

In dem Bewusstsein ist der vorliegende Text nicht nur seiner eigenen These wegen relevant, sondern auch als Blaupause für eine kritische Analyse der eigenen Paradigmen.

(tante)

Manipulation und Autonomie
7,5
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