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piqer: 1E9 Magazin
Mittwoch, 24.06.2020

Kann Europa Quantencomputer?

Noch sind Quantencomputer nicht bereit für den alltäglichen Einsatz. Sie sind teuer,  recht fehleranfällig und verfügen über zu wenige Quantenbits, kurz: Qubits, mit denen die Rechner an Stelle der normalen Bits arbeiten. Doch gerade Google und IBM haben mit ihren Fortschritten in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sich das bald ändern könnte - und das Quantencomputer zu schnellen Berechnungen fähig sind, für die heutige Supercomputer viele Jahre brauchen würden. Sowohl für die Forschung als auch für Unternehmen könnten sie daher große Fortschritte bringen:

Die Pharmaindustrie und die Biotechnologie könnten profitieren, weil neue Moleküle am Quantencomputer effizienter simuliert werden könnten. Das würde auch der Autoindustrie bei der Entwicklung besserer Batterien helfen. Überall, wo Dinge optimiert werden müssen, – von der Verkehrssteuerung in Städten, über das Management von Finanzportfolios bis zur Terminalbelegung am Flughafen – könnten Quantencomputer zum Einsatz kommen. Oder, um noch bessere Künstliche Intelligenzen mittels Machine Learning zu erschaffen.

Doch wer wird am Ende die Quantencomputer entwickeln und herstellen - und damit auch ein Stück weit bestimmen, wofür sie zum Einsatz kommen? Bleibt es wieder bei amerikanischen und chinesischen Unternehmen, wie es bei klassischen Rechnern der Fall ist? Oder ist bei Quantencomputern auch noch Platz für Europa?

Bei der Forschung ist Europa immer noch führend

Die Politik scheint überzeugt, dass der Kontinent noch mitspielen kann. Die EU-Kommission und die Bundesregierung stellen Milliarden bereit. Auch die Wissenschaft ist engagiert. Am Forschungszentrum Jülich entsteht unter dem Projektnamen OpenSuperQ gerade der erste Quantencomputer made in Europe, der, wenn er fertig ist, technisch vorne mitspielen können soll. Und dabei dürfte es nicht bleiben - wegen des Corona-Konjunkturprogramms der Regierung. Darin steht explizit, dass der Bund zwei Quantencomputer in Auftrag geben will.

Einen davon würde gerne das Start-up IQM mit Sitzen in Deutschland und Finnland bauen. Für ihren Chef und Gründer Jan Goetz sind die Pläne der Bundesregierung „ein sehr starkes und sehr gutes Signal“, wie er im Gespräch mit 1E9 erzählt. „Außerdem sehen wir inzwischen ein ernsthaftes Interesse der deutschen Industrie, die das Potential von Quantencomputern erkannt hat. Wir sollten dieses Momentum daher auf jeden Fall nutzen.“ Den idealen Standort für seinen Quantencomputer hat Jan Goetz schon im Blick: München. Dort hat IQM Anfang des Jahres eine Tochtergesellschaft gegründet.

Für München spricht aus der Sicht von Jan Goetz einiges: Dort sitzen Konzerne, die zu zahlenden Nutzern des Quantencomputers werden könnten. Vor allem aber gibt es dort bereits eine starke Wissenschaftscommunity und das Leibniz Rechenzentrum mit seinem Supercomputer SuperMUC-NG. Ob das ausreicht, muss am Ende die Politik entscheiden. Doch tut sie dies, kann sich Jan Goetz gut vorstellen, dass Europa das Rennen macht.

Denn noch könnte man die amerikanische Konkurrenz einholen. Oder sogar überholen. „Die Frage ist doch, ob wir einfach versuchen sollen, IBM und Google zu kopieren? Oder ob wir nicht besser Ansätze verfolgen sollten, mit denen wir IBM und Google durch einen sehr effizienten Technologiesprung überholen könnten“, sagt Jan Goetz.
Kann Europa Quantencomputer?

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