Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Medien und Gesellschaft

Matthias Spielkamp
Herausgeber von iRights.info, Gründer von AlgorithmWatch.org, Vorstandsmitglied Reporter ohne Grenzen
Zum piqer-Profil
piqer: Matthias Spielkamp
Dienstag, 05.04.2016

Panama-Papers: Was ist hier eigentlich die Geschichte?

Mit 400 Reportern 2,6 Terabyte an Daten auswerten, um zu erfahren, dass ein Freund Putins und Lionel Messi Steuern hinterziehen? Lohnt sich das? Stefan Winterbauer stellt einige berechtigte Fragen dazu, was die tatsächliche Geschichte hinter den Panama Papers ist. Ein guter Indikator: Die Werbung für das Buch zum Leak (Wann kommt der Film? Und wen wird Til Schweiger spielen - Obermayer oder Obermaier?) liest sich sehr, ähem, enthüllend: Alles beginnt in München. Zwei junge Reporter erhalten die Daten hunderttausender Briefkastenfirmen. Darin finden sie die vermögendsten, mächtigsten und reichsten Menschen der Welt. Die beiden Journalisten folgen den Spuren – mithilfe von 400 Reportern aus 80 Ländern – und stoßen auf die versteckten Milliarden von Präsidenten, Verbrechern und ganz normalen Superreichen.

Panama-Papers: Was ist hier eigentlich die Geschichte?
8,3
4 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied!

Kommentare 3
  1. Dirk Liesemer
    Dirk Liesemer · vor mehr als einem Jahr

    Ich finde die Geschichten sehr interessant, die Verpflechtungen, die zu Tage treten, die Masse an Firmen, die in den vergangenen Jahren gegründet wurden, auch die Namen von Leuten, die dort ihr Geld investiert haben. Aufschlussreich sind auch die Reaktionen: China zensiert alle Berichte über die Leaks, und wie sich die Stimmung der russischen Bürger verändern wird, weiß noch niemand. Übrigens verfolgen, was hier zu Lande weniger berichtet wird, viele Afrikaner sehr neugierig die Enthüllungen. Nur Eingeweihte konnten all diese Details bisher wissen. Warum das Datenleck die größere Geschichte sein soll, wie Winterbauer meint, erschließt sich mir nicht.

  2. Magdalena Taube
    Magdalena Taube · vor mehr als einem Jahr

    Ich finde die Kritik auch berechtigt.
    Andererseits wissen wir einfach noch zu wenig über die Paper und ihren Inhalt. Nach den Snowden-Enthüllungen wurden ähnliche Stimmen laut (Sandro Gaycken etwa), Tenor "wussten wir doch alles". Dennoch waren sie wichtig.
    Noch ein dritter Gedanke: Der ganze Wumms mit dem die Panama Papers veröffentlicht wurden, hat mich schon beeindruckt. Auch ein Kollege sprach mich gestern auf der Straße mit leuchtenden Augen an, "überall diese Parallax-Reportagen, alles durchdesignt, herrliche Kampagne!". Da wurde mir schon ein wenig mulmig. Sollte nicht die Story für sich selbst sprechen, zumindest ein bisschen?

  3. Peter Schwede
    Peter Schwede · vor mehr als einem Jahr

    Ja, die Struktur bleibt bei solchen Enthüllungen unangetastet. Man stürzt sich statt dessen auf die Personen.
    Luxembourg und Belgien sind nach LuxLeaks AFAIK immer noch Steueroasen.