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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist
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piqer: Ralph Diermann
Mittwoch, 05.10.2016

Warum Landwirtschaft ohne Viehhaltung nicht nachhaltig ist

Der Verzehr von Fleisch schadet dem Klima – so weit so bekannt. Der auf Umweltthemen fokussierte US-Blog Grist hat sich diesen Zusammenhang neulich mal genauer angeschaut. Und kommt zu einem überraschenden, etwas differenzierten Ergebnis: Ohne Viehhaltung ist Landwirtschaft nicht nachhaltig. Der für die UN-Ernährungsorganisation FAO tätige Forscher Frank Mitloehner dient Grist dabei als Kronzeuge.

Mitloehner nennt eine Reihe sehr interessanter Argumente für diese These, mit denen sich auseinanderzusetzen lohnt. Was der Autor des Blogpost leider nicht tut; er beschränkt sich darauf, die Position von Mitloehner zu präsentieren. Der Forscher argumentiert zum Beispiel, dass Tiere aus Biomasse, die für den menschlichen Verzehr nicht geeignet sind, hochwertige Lebensmittel machen – vom Grashalm zum Schnitzel sozusagen. Darüber kann man streiten.

Ein Plädoyer für grenzenlosen Fleischkonsum ist der Beitrag aber nicht. Sondern ein Plädoyer für eine kleinteilige Landwirtschaft mit geschlossenen Kreisläufen. Deren Kosten liegen zwar höher als in der Massentierhaltung – was die Verbraucher aber kompensieren können, indem sie weniger Fleisch essen.

Der Text ist Teil einer Serie mit dem Titel „Meat: What’s smart, what’s right, what’s next“, die eine Reihe weiterer lesenswerte Beiträge umfasst.

Warum Landwirtschaft ohne Viehhaltung nicht nachhaltig ist
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