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Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Donnerstag, 24.11.2016

Unumkehrbar: Die Arktis wird in den nächsten zehn bis 20 Jahren im Sommer eisfrei werden

Die Polarnacht am Nordpol hat begonnen. Dort ist Herbst, am Südpol hat der Frühling eingesetzt. Während das Meereis der Arktis zu dieser Jahreszeit zufriert, schmilzt es in der Antarktis – so ist das jedes Jahr. In der Bilanz nahm die Fläche des weltweiten Meereises in den Wintermonaten zu. 2016 ist das zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen anders. Und zwar so extrem anders, dass Klimaforscher auf der ganzen Welt erstaunt und beunruhigt sind. Das Thema hatte ich neulich bereits in einem piq aufgegriffen.

Hier nun noch mal ein Interview mit dem britischen Ozeanograf und Meereis-Spezialist Mark Brandon auf Deutsch (Ich habe mich erinnert, dass in der piq-Evaluation bemängelt wurde, es würden zu viele englische Texte gepiqd). Auch er macht deutlich, wie außergewöhnlich die Situation ist. Befragt nach der Bewertung windet Brandon sich zunächst - klar, Forscher müssen neutral sein.

Gefragt nach der Umkehrbarkeit des fortschreitenden Eisschwunds, sagt der Experte dann doch einen sehr klaren, krassen Satz:

"Die Arktis wird in den nächsten zehn bis 20 Jahren im Sommer eisfrei werden – wenn es einen Kipp-Punkt gibt, dann ist er schon überschritten. Im Winter wird sich natürlich immer wieder neues Meereis bilden. Manche Leute werden dann jeweils von einer "Erholung" sprechen – aber das stimmt nicht."

Unumkehrbar: Die Arktis wird in den nächsten zehn bis 20 Jahren im Sommer eisfrei werden
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