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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist
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piqer: Ralph Diermann
Montag, 28.11.2016

Nutella und der Regenwald

Dass Nutella so lecker ist, liegt vor allem daran, dass es in erster Linie aus Zucker und Fett – eine unschlagbare Kombination – besteht. Fett meint in diesem Fall: Palmöl. Abgesehen von Fleisch hat wohl kein anderer Grundstoff der Lebensmittelproduktion unter Klimaschützern ein solch mieses Ansehen. Denn für Palmöl-Plantagen werden riesige Regenwald-Flächen gerodet. In Italien (und auch bei uns) verbannen viele Lebensmittelhersteller das Palmöl daher aus ihren Produkten.

Nicht jedoch Nutella-Produzent Ferrero. Das Unternehmen betont, an Palmöl festhalten zu wollen.

Bettelt da etwa jemand um einen Shitstorm, wie ihn Nestlé für die Verwendung von Palmöl in seinen Kitkat-Riegeln erleben musste? Könnte man meinen. Ulrike Sauer zeichnet in der Süddeutschen Zeitung aber ein differenzierteres Bild: Ferrero glaubt, dass eine nachhaltige, klimafreundliche und sozial verträgliche Produktion von Palmöl möglich ist – und bekommt dafür Unterstützung von Greenpeace.

Sauers Stück macht zwei Dinge deutlich: Dass es in der Palmöl-Frage keine einfachen Wahrheiten gibt. Und dass öffentlicher Druck eine immense Wirkung hat.

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