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Klima und Wandel

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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piqer: Nick Reimer
Dienstag, 08.11.2016

Das Risiko der Erderwärmung - im Index

Einmal im Jahr stellt Germanwatch seinen Klima-Risiko-Index vor: Die Nichtregierungsorganisation untersucht seit Jahren, welche Länder am stärksten von der Erderwärmung betroffen sind. Heute nun wurde das aktuelle Ranking am Rande der Klimakonferenz in Marrakesch vorgestellt. Ergebnis: Mit Mosambik (Rang 1), Malawi (3), Ghana und Madagaskar (beide 8) gehörten im vergangenen Jahr gleich vier afrikanische Staaten zu den zehn Ländern, die am härtesten von Wetterextremen getroffen wurden.

Für seine Untersuchung zieht Germanwatch Kennzahlen der weltweit anerkannten Datenbank NatCatSERVICE der Müncher Rückversicherung zu Rate, die mit demographischen Daten, wie der Bevölkerungszahl, und wirtschaftlichen Parametern, wie das Bruttoinlandsprodukt, ins Verhältnis gebracht werden. Von Interesse sind wetterbedingte Todesopfer sowie die direkten ökonomischen Verluste, die Dürren, Überschwemmungen, Stürme und Hagel zur Folge haben. 

In Mosambik forderte 2015 Extremwetter 351 Menschenleben. In Malawi waren es zwar "nur" 111, dafür verursachten die Wetterkapriolen im vergangenen Jahr aber Schäden in Höhe von 4,5 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes (BIP). In Dominica, einem Inselstaat in der östlichen Karibik, hat der Wirbelsturm "Erika" 2015 demnach 77 Prozent des BIP aufgefressen - Platz zwei im Index. Indien liegt auf Platz 4 mit den meisten Todesopfern: Dürre und Überschwemmungen rafften 4.317 Menschenleben hinweg. Auf 5 rangiert Vanuatu, Zyklon "Pam" hatte den Pazifikstaat verwüstet.

Deutschland kam in dem Index auf Rang 64, Österreich auf 53, die Schweiz auf 96 der 195 Staaten.

Erhoben wird von Germanwatch auch ein Langzeit-Risiko-Index der am meisten von der Erderwärmung betroffenen Länder seit 1996. Dort liegen Honduras, Myanmar, Haiti, Nicaragua und die Philippinen an der Spitze. Und dieser Index zeigt, dass die Bundesrepublik kein Hort der Glückseligkeit ist: Nach diversen Elbe-, Oder,- oder Donaufluten und den Dürresommern 20032006 und 2015 liegt Deutschland auf Rang 23.

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