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Ein Beispiel für Nicht-Zusammenarbeit: Verteilung der Impfstoffe

Silke Jäger
Freie Journalistin und Texterin für Gesundheitsinfos

Ich lebe in Marburg und schreibe über Gesundheit, eHealth, Gesundheitspolitik und den Brexit. Für: Krautreporter, Gute Pillen – Schlechte Pillen und RiffReporter. Non-Profit-Projekt: Podcast http://evidenzgeschichten.podigee.io/

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Silke JägerDonnerstag, 25.11.2021

Deutschland hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Als Südafrika und Indien forderten, den Patentschutz für Impfstoffe zeitweise auszusetzen, blockierte vor allem die deutsche Bundesregierung um Angela Merkel. Mit dem Start der Ampel-Koalition besteht theoretisch die Chance, dass Deutschland mehr für eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen tut. Der Koalitionsvertrag bleibt hier jedoch recht vage. Zitat aus dem Vertrag (ab Zeile 5120):

Wir unterstützen die globale COVID-19-Impfkampagne COVAX und stärken sie finanziell sowie durch schnelle Lieferung von Impfstoffen. Wir unterstützen freiwillige Produktionspartnerschaften und den Transfer von Know-how, um die Produktionskapazitäten für Medikamente und Impfstoffe weltweit auszubauen. In diesem Sinne bringen wir uns konstruktiv in die internationalen Debatten um eine gerechte Impfstoffversorgung ein.

Nach Kursänderung klingt das nicht.

Dabei hat Deutschland zuletzt eine Vorreiterrolle bei einem wichtigen Projekt der Weltgesundheitorganisation WHO übernommen, dem Global Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence. Dieser Hub befindet sich in der Moritzstraße in Berlin, Kreuzberg. Das Robert-Koch-Institut und die Charité gestalten zusammen den deutschen Beitrag dafür und für die Kommunikation rund um den Hub sind unter anderem Mitarbeiter:innen des Bundeskanzleramts und des Bundesgesundheitsministeriums abgestellt. Deutschland finanziert den Hub auch maßgeblich.

Der Hub soll lokale und globale Datenprojekte zusammenführen, die alle an einem gemeinsamen Ziel arbeiten: zukünftige Pandemien und Epidemien möglichst früh zu identifizieren, die Gesundheitsrisiken zu managen und die Antwort zu koordinieren. Dafür setzt der Hub auf modernste Datenverarbeitungstechnologien. Mehr zu den Aufgaben und der Struktur des Hubs findet man in den FAQs.

Hier darf man mal eine kleine Kunstpause machen, um sacken zu lassen, dass ausgerechnet Deutschland für diese Kompetenzen Vertrauen genießt.

Dieses deutsche Engagement für den One-Health-Ansatz der WHO steht aber in ziemlichem Widerspruch zu seinem Verhalten bei der Corona-Impfstoff-Verteilung. In diesem Interview erklären Ilona Kickbusch und Maike Voss, zwei ausgewiesene Expertinnen für Globale Gesundheit, woran die internationale Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie krankt, welche Rolle Deutschland dabei spielt und welche Aufgaben auf die neue Bundesregierung warten. Das Interview ist bereits im September bei der Stiftung Wissenschaft und Politik erschienen. Ich finde es aber sehr hilfreich, um die Vorhaben der Ampel-Koalition im Bereich Globale Gesundheit zu beurteilen.

Randnotiz: Die Schweiz hat als erstes Land entschieden, seinen Platz in der Impfstoff-Warteschlange mit Covax zu tauschen. Da die Schweiz für jede:n Bürger:in circa 5 Impfdosen bestellt hatte, muss das Land deswegen aber keinen Impfstoff-Mangel befürchten.

Ein Beispiel für Nicht-Zusammenarbeit: Verteilung der Impfstoffe

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