Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Flucht und Einwanderung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
Zum piqer-Profil
piqer: J. Olaf Kleist
Freitag, 11.11.2016

Was Trump für Migration bedeutet: Die Mauer ist das geringste Problem

Migration stand im Zentrum von Donald Trumps Erfolg. Den ersten großen Aufschrei verursachte er mit seinem Rassismus gegenüber Mexikanern und seiner Ankündigung, eine Mauer zu Mexiko zu bauen. Nicht nur wäre eine solche Mauer nahezu unbezahlbar, auf weiten Strecken der Grenze steht bereist ein Sicherheitszaun und die Zahlen mexikanischer, irregulärer Migranten hat in den letzten Jahren drastisch abgenommen. Die meisten irregulären Einwanderer kommen inzwischen aus Zentralamerika — und diese können einen Asylantrag auch an legalen Grenzübergängen stellen. 

Einen größeren Einfluss würde er auf Deportationen haben, die schon unter Obama sehr umfangreich waren und nun nochmal verstärkt werden könnten, zu Lasten von Familien und vielen Individuen, die sich seit langem ein Leben in den USA aufgebaut hatten. Auch das amerikanische Flüchtlingsprogramm wäre betroffen, durch das zurzeit etwa 60.-80.000 Flüchtlinge im Jahr aufgenommen werden. Syrer werden davon ausgeschlossen werden und überhaupt wird bereits sichtbar, dass sich die Trump Regierung explizit gegen Moslems diskriminieren wird. Noch ist keine klare Politik abzusehen, aber die Zeichen lassen böses ahnen. 

Was Trump für Migration bedeutet: Die Mauer ist das geringste Problem
8,3
4 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied für unter 4€ pro Monat!