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Flucht und Einwanderung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
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piqer: J. Olaf Kleist
Freitag, 24.02.2017

Immer mehr Asylsuchende fliehen über die US-amerikanisch-kanadische Grenze

Kanadas Flüchtlingspolitik gilt allgemein als großzügig, auch wenn die Zahlen der Aufgenommenen verglichen mit Deutschland nicht sonderlich hoch sind. Doch die Aufnahme - in diesem Jahr sollen es 40.000 sein - passiert auf freiwilliger Basis, häufig durch Bürger finanziert. Die Flüchtlinge werden dabei gezielt ausgesucht, nur selten handelt es sich um Asylbewerber, die in der Regel auch nur mit gültigen Visa einreisen konnten. Doch dies ändert sich nun. Die zunehmende anti-Refugee und anti-Immigrant Stimmung in den USA treibt viele Asylsuchende dazu, die verschneiten Grenzen von den USA nach Kanada zu überqueren. Im Januar kamen 452 Asylbewerber allein Quebec an, knapp 1000 in ganz Kanada. Das sind noch nicht sonderlich viele, doch im Frühjahr, wenn es wärmer wird, könnte die Zahl signifikant steigen. Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau heißt Flüchtlinge noch explizit willkommen. Doch die Stimmung könnte kippen, wenn die Anzahl irregulärer Asylsuchender steigt und damit eine für Kanada neue Situation entsteht. Oder finden Kanadier angesichts der Situation zusammen und heißen die Schutzsuchenden willkommen, wie Deutsche dies 2015 taten?

Immer mehr Asylsuchende fliehen über die US-amerikanisch-kanadische Grenze
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