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Flucht und Einwanderung

Fabian Köhler
freier Journalist, Politik- und Islamwissenschaftler (M.A.)
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piqer: Fabian Köhler
Donnerstag, 17.03.2016

Ganze Aufregung umsonst: Nur halb so viele Flüchtlinge

„Ganze Aufregung umsonst: Nur halb so viele Flüchtlinge.“ So lautete weder eine seitenfüllende Schlagzeile der BILD in der letzten Woche noch eine Meldung der Tagesschau. Dabei existiert die Information, dass im letzten Jahr zwar 1,2 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland kamen, aber nur rund 600.000 blieben, tatsächlich. Sie stammt aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag, für die sich anfangs lediglich die taz interessierte.

Um die Relevanz dieser Nachricht zu verstehen, muss man sich einmal erinnern, wie mit Schätzungen, Wahrsagungen und Horrorszenarien zu Flüchtlingszahlen im letzten Jahr Politik und Stimmung gemacht wurde - bis selbst unter jenen, die der Aufnahme von Flüchtlingen positiv gegenüber standen, der Konsens aufkam: Es sind doch ganz schön viele.

Konsequenterweise könnte die Bundesregierung nun eigentlich die Hälfte aller Asylrechtsverschärfungen wieder zurücknehmen oder zum Ausgleich 600.000 Flüchtlinge zusätzlich nach Deutschland holen. Passieren wird das freilich nicht und so bleibt nur zu verstehen, wie es zu den falschen Zahlen kam. Dabei hilft dieser Artikel von Zeit Online etwas besser als der eingangs erwähnte taz-Text.

Ganze Aufregung umsonst: Nur halb so viele Flüchtlinge
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