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Flucht und Einwanderung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
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piqer: J. Olaf Kleist
Freitag, 04.11.2016

Abschiebungen nach Afghanistan werden zu mehr Gewalt und Flucht führen: UNHCR und Weltbank Bericht

Afghanistan befindet sich in einer unsicheren Zeit und die Zukunft sieht angesichts zunehmender Gewalt eher düster aus. Zugleich schieben immer mehr EU Staaten, darunter auch Deutschland, Afghanische Flüchtlinge ab. Das Argument dahinter ist, dass die Situation in Afghanistan inzwischen stabil sei, zumindest in einigen Regionen des Landes. Tatsächlich steht Flüchtlingen ein Anspruch auf Flucht zu, selbst wenn es sichere Zufluchtsregionen innerhalb des Herkunftslandes gibt - sie also Binnenvertriebene anstelle von Flüchtlingen sein könnten. Doch dass dem so sei bestreiten nun sowohl ein Bericht von UNHCR und der Weltbank wie auch Chaloka Beyani, UN Berichterstatterin für Menschenrechte von Binnenvertriebenen. Tatsächlich sind die Abschiebungen damit aber nicht nur eine Gefährdung für die Rückkehrer, sie tragen auch zu einer weiteren Destabilisierung des Landes bei. 

Ich selbst komme gerade von einer Tagung auf der es unter anderem um den Kreislauf von Gewalt und Migration ging, unter anderem am Beispiel Afghanistans (siehe dazu auch hier). Die Abschiebungen füttern diesen Teufelskreis geradezu. Es ist auch diese Kurzsichtigkeit europäischer Flüchtlingspolitik, die so oft frustrierend ist.

Abschiebungen nach Afghanistan werden zu mehr Gewalt und Flucht führen: UNHCR und Weltbank Bericht
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