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Feminismen

Daniel Schreiber
Autor und Journalist
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piqer: Daniel Schreiber
Donnerstag, 09.06.2016

Von der Mutter zum Feminismus: die interessantesten Clinton-Artikel der vergangenen Tage

Hillary Clintons Gewinn der demokratischen Präsidentschaftskandidatur hat für eine Flut von Artikeln über sie gesorgt. Der hier verlinkte Text von Ezra Klein steht paradigmatisch für den Stimmungsumschwung, der sich gerade vollzieht: Auch unter vielen von Clintons Gegnern macht sich große Achtung für ihre außerordentliche Fähigkeit als Politikerin bemerkbar. Klein zitiert einen einflussreichen Text von Rebecca Traister im New York Magazine, deren Buch über Single-Frauen in diesem Kanal auch schon vorgestellt wurde. Darin verdeutlicht die Autorin, dass das amerikanische Wahlsystem vollkommen auf traditionell männlich codierten Politikereigenschaften wie "Durchsetzungskraft", "Magnetismus" oder "politisches Charisma" basiert, die bei weiblichen Kandidaten, selbst wenn sie diese besitzen sollten, nicht als solche wahrgenommen werden. Für Traister ist es umso erstaunlicher, dass Clinton, die von sich selbst sagt, sie sei keine charismatische Politikerin, so weit gekommen ist. Polly Toynbee weist im Guardian darauf hin, dass dezidiert feministische Politikerinnen wie Clinton nie wirklich beliebt sind, egal wie effektiv und erfolgreich ihre Politik ist. Amy Chozick hat für die New York Times mit der Kandidatin gesprochen, unter anderem darüber, dass sie es selbst immer noch nicht so richtig versteht, dass sie es wirklich geschafft hat. Die NYT-Kolumnistin Gail Collins schreibt darüber, wie lange Frauen aus dem politischen Prozess ausgeschlossen waren und über das schwierige Leben von Clintons Mutter. Collins hatte Clinton gefragt, welcher Person aus der Vergangenheit sie von ihrem Erfolg am liebsten erzählen würde, wenn sie die Wahl hätte. Clinton hatte ohne zu zögern geantwortet: ihrer Mutter. 

Von der Mutter zum Feminismus: die interessantesten Clinton-Artikel der vergangenen Tage
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