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Feminismen

Theresia Enzensberger
Journalistin und Herausgeberin des BLOCK Magazins
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piqer: Theresia Enzensberger
Montag, 16.01.2017

Rebecca Solnit resümiert den Wahlkampf in den USA

Ja, es gibt beileibe genügend Artikel über Donald Trump. Aber wenn Rebecca Solnit schreibt, sollte man lesen. Vor allem, wenn sie den Wahlkampf mit Blick auf die Misogynie, die eine große Rolle spielte, analysiert. Was Solnit hier zusammenträgt, ist erschreckend, denn wir haben es alle mitbekommen, aber es hat sich zerfasert in der generellen Schrecklichkeit, die diesen Wahlkampf begleitet hat. 

Solnit beschreibt Trump als „Patriarchy unbuttoned", während Mice Pence, der zukünftige Vizepräsident, für sie die zugeknöpfte Version darstellt. In diesem Text katalogisiert Solnit Trumps vielfache Attacken auf Frauen, beschreibt detailliert den Sexismus seiner Unterstützer und erinnert an die vielen medialen Angriffe auf Clinton, die als sexistisch gelten dürften („Fox commentator Brit Hume complained about Clinton’s ‘sharp, lecturing tone’, which, he said, was ‘not so attractive’, while MSNBC’s Lawrence O’Donnell gave her public instructions on how to use a microphone, Bob Woodward bitched that she was ‘screaming’ and Bob Cusack, the editor of the political newspaper the Hill, said: ‘When Hillary Clinton raises her voice, she loses.’"). Dabei ist Solnit nicht mit allem einverstanden, was Clinton getan oder gesagt hat, sie findet einfach die Art und Weise, mit der über Clinton gesprochen wurde (und wird), etwas auffällig. 

Außerdem spricht Solnit die Frage an, warum 53 Prozent der weißen Frauen für Trump gestimmt haben. Hinter der Empörung darüber liegt die absurde Vorstellung, dass alle Frauen, aber nur Frauen, Feminist_innen sein können und müssen. 

Alles in allem ist dieses Essay ein sehr lesenswertes Resümee des Wahlkampfs und seines Ausgangs.

Rebecca Solnit resümiert den Wahlkampf in den USA
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