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Feminismen

Milo Yiannanopolous würde lieber in einer Welt ohne Frauen leben

Theresia Enzensberger
Journalistin und Herausgeberin des BLOCK Magazins
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Theresia EnzensbergerMittwoch, 08.02.2017

Milo Yiannanopolous ist eine von diesen Figuren in der faschistischen "Alt-right"-Bewegung, die man am liebsten einfach wegignorieren würde. Aber weil das sowieso nicht geht, lohnt es sich, diesen Text zu lesen. Der Autor Daniel Penny meint: 

"Understanding the sources of his appeal is crucial to developing sophisticated insight into the way alt-right media—now the sanctioned news of the White House—uses spectacle and irony to persuade, bewitch, disrupt, and overwhelm the public."

Yiannanopolous ist wahrscheinlich die wichtigste Figur der "Gays for Trump", dieser merkwürdigen Bewegung, der es nichts auszumachen scheint, dass sie eine Politik unterstützen, die ihre Rechte bedroht. Laurie Penny schrieb letztes Jahr im Sommer eine Reportage darüber. 

Penny nähert sich der Analyse mit Vergleichen, die Ähnlichkeit mit Röhm sieht er in dem Sexismus, der diesem Denken innewohnt: 

"Consistent with this line of thinking are Milo’s constant digs at “ugly” women, feminists, and lesbians, all of whom he considers baffling, useless, and pathetic. Like Röhm, Milo embraces a vociferous misogyny that suggests he would rather live in a world without women."

Aber auch die Unterschiede macht Penny deutlich: Im Gegensatz zu Röhm und dem Neonazi Jack Donovan ist es bei Yiannanopolous nicht klassische Maskulinität, von der die Ästhetik geprägt ist. 

Mit Bezug auf Susan Sontags Essay "Fascinating Fascism" von 1975 blickt Penny auf die Wiedersprüche in der Inszenierung von "Milo", der sich nicht vor der Rolle der "Femme" scheut. Pennys Betrachtung ist auf dieselbe Art und Weise nützlich wie zum Beispiel die formale Analyse des Trump-Covers des Time-Magazins.

Milo Yiannanopolous würde lieber in einer Welt ohne Frauen leben

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