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Europa

Eric Bonse
Finanzkrise, Eurokrise, Deflations-Gefahr: Als EU-Korrespondent in Brüssel wird man notgedrungen zum Wirtschaftexperten.

Studium der Politikwissenschaft in Hamburg, danach als freier Journalist nach Paris, wo mich das "Handelsblatt" engagiert hat. Seit 2004 lebe und arbeite ich in Brüssel, seit 2010 wieder freiberuflich, u.a. für "taz" und "Cicero". Zudem betreibe ich den EU-Watchblog "Lost in EUrope".

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piqer: Eric Bonse
Dienstag, 17.07.2018

Wohin führt der Brexit?

Weniger als ein Jahr vor dem EU-Austritt im März 2019 wissen die Briten immer noch nicht, welche Art von Brexit sie erleben werden. Premierministerin May hat nun zwar endlich ein Weißbuch vorgelegt, in dem sie ihre Vision darlegt. Demnach soll Großbritannien einen "weichen" Brexit bekommen, mit einer Freihandelszone für Waren und Agrarprodukte, aber nicht für die wichtigen (Finanz-) Dienstleistungen. Doch die EU hat darauf sehr verhalten reagiert.

In den nun folgenden Verhandlungen ist alles drin - vom Scheitern bis hin zu einem noch "softeren" Modell, wie es etwa Norwegen realisiert hat. Wovon hängt der Ausgang der Gespräche ab? Welche Optionen gäbe es noch? Dies untersucht S. Hix von der London School of Economics in diesem sehr hilfreichen Beitrag. Sein Fazit: Das wahrscheinlichste Ergebnis dürfte ein Freihandelsabkommen nach dem Beispiel Kanadas sein.

Allerdings hat auch diese Option einen Haken: Es hat viele Jahre gedauert, bis sich die EU und Kanada auf "CETA" geeinigt haben. Und die Ratifizierung durch die EU-Staaten ist immer noch nicht abgeschlossen. Großbritannien hat aber nur noch wenige Monate Zeit - oder maximal bis Ende 2020. Dann endet nämlich die bereits fest vereinbarte Übergangsphase nach dem Brexit...

Wohin führt der Brexit?
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Kommentare 1
  1. Silke Jäger
    Silke Jäger · vor 3 Monaten

    Danke, das ist eine wirklich tolle Analyse! Allerdings: Obwohl sie nur 4 Tage alt ist, scheinen die Ereignisse im Unterhaus in den letzten 7 Tagen und Mays Rede in Belfast heute die No-Deal-Wahrscheinlichkeit deutlich zu erhöhen. Zumindest in der Rhetorik. Ich finde das erschütternd. Wir hören sicher im Laufe des Tages noch die Antwort aus Brüssel dazu, dass die Dezember-Vereinbarungen schon wieder nicht zu gelten scheinen. Diesen Rückfall hatten wir ja schon einmal.