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Europa

Keno Verseck
Journalist

geb. 1967 in Rostock, freiberuflicher Journalist mit Schwerpunkt Mittel- und Südosteuropa.

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piqer: Keno Verseck
Dienstag, 29.03.2016

Mazedoniens Studenten: Vom Bildungsprotest zur antiautoritären Revolte

Mazedonien war in den letzten Monaten wegen der Flüchtlinge an seiner Grenze zu Griechenland nahezu täglich in den Schlagzeilen. Erstaunlicherweise schrieben westliche Medien dabei kaum über die innenpolitischen Verhältnisse - obwohl es viel zu berichten gäbe: Mazedonien ist eines der antidemokratischsten Länder in Osteuropa, das Regime von Nikola Gruevski herrscht mit Methoden, die der Mafia würdig sind: Betrug, Erpressung und blanke Gewalt gegen Andersdenkende und Abtrünnige. Doch seit anderthalb Jahren regt sich mehr und mehr Widerstand gegen das autoritäre Gruevski-Regime, seit einigen Monaten versuchen EU-Diplomaten in vermittelnden Verhandlungen zwischen den Machthabern und der (nicht sehr einflussreichen) Opposition einen Ausweg aus der schweren Staatskrise zu finden und in Mazedonien eine demokratische Entwicklung zu ermöglichen. Der junge belgische Historiker Tom Junes, der seit einigen Jahren zu Studentenbewegungen in Osteuropa forscht, hat aufgeschrieben, wie die Revolte gegen das Gruevski-Regime begann - im Herbst 2014 als Protest gegen Bildungsreformen an Hochschulen.

Mazedoniens Studenten: Vom Bildungsprotest zur antiautoritären Revolte
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