Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
Zum piqer-Profil
piqer: Cornelia Daheim
Mittwoch, 13.02.2019

Wie eine psychologische Entwicklungstheorie das mögliche Ende der Leistungsgesellschaft erklärt

Während zuletzt hier gefragt wurde, ob wir im Diskurs um die 4. industrielle Revolution oft das Ausmaß der Veränderungen unterschätzen, schließt sich dieser Artikel an einige dieser Fragen an. Er nutzt ein psychologisches Modell von Ich-Entwicklungsstufen, um den Wandel der letzten Jahrzehnte – und auch mögliche zukünftige Entwicklungen – zu erklären. 

Das Modell ist nicht unumstritten, aber in jedem Fall liefert es in dem Artikel einen bedenkenswerten Ansatz. Es stammt von Jane Loevinger,  US-Entwicklungspsychologin und inzwischen verstorben, und geht davon aus, jedes "Ich folgt (...) einer festen Reihenfolge von Entwicklungsstufen, und es wird dabei immer differenzierter und komplexer" (wobei Menschen wohl selten nur einer Stufe zuzuordnen sind, und keine Stufe an sich "besser oder schlechter" als die andere ist). Meist gibt es jedoch ein gesellschaftliches Ideal, nach dem die meisten streben: 

In den derzeitigen westlichen Gesellschaften ist das E6. Menschen dieser Stufe streben danach, ihre Lebensziele zu verwirklichen. Die US-Psychologin Susanne Cook-Greuter beschreibt E6 als Macher, die "mit voller Kraft in die Zukunft marschieren" und die aufgrund ihrer Zielstrebigkeit "oft über Zeitnot klagen". E6 sind die Prototypen der Leistungsgesellschaft. Ihre Ideale finden sich etwa oft in der Werbung wieder. Sprüche wie "Mach dein Ding" (Hagebaumarkt), "Just do it" (Nike) oder "You can" (Canon) glorifizieren den Erfolgs- und Leistungsmenschen. Sie verdeutlichen: Es ist die eigenbestimmte Stufe, nach der wir streben sollen. Bislang zumindest.

Die nächste Stufe zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass gängige Einstellungen hinterfragt werden, und könnte die Arbeitswelt revolutionieren. Zentrale Werte sind Diversität und Gleichstellung verschiedener Gruppen und Lebenskonzepte; Sinnfragen sowie Partizipation und Selbstorganisation werden wichtiger. Was das mit Rechtsruck, dem Aufstieg der Grünen oder Fähigkeiten von Politikern zu tun hat, gibt es im Artikel zu lesen. 

Wie eine psychologische Entwicklungstheorie das mögliche Ende der Leistungsgesellschaft erklärt
7,8
7 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!