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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Mittwoch, 04.05.2016

Digitale Tagelöhner - Eine Bewertung aus traditioneller Sicht

In einer durch die Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie des Informatik-Professors Jan Marco Leimeister von der Universität Kassel wurden 434 CrowdWorker zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. Wie der Titel vermuten lässt, setzt sich der Artikel aus dem Böckler Impuls Ausgabe 06/2016 eher kritisch mit den Arbeitsbedingungen der digitalen Auftragnehmer auseinander.

Crowd Worker sind in der Regel gut ausgebildet - etwa die Hälfte hat einen Hochschulabschluß - , ist ein wenig mehr männlich als weiblich und zum großen Teil ledig. Die meisten Crowd Worker nutzen ihre Online-Tätigkeit als Zuverdienst und verdienen im Schnitt 326 € im Monat. Nur ca. ⅕ arbeitet hauptberuflich als Crowd-Worker und verdient damit im Schnitt 1.500 € pro Monat. Die durchschnittliche Arbeitszeit beträgt 14 Stunden.

Der Reiz für diejenigen, die auf diesem digtalen Wege Aufträge vergeben, liegt in der hohen Flexibilität und Schnelligkeit, mit der Tätigkeiten erledigt werden. Mehr Positives mag der Text dieser Art zu Arbeiten nicht abzugewinnen: Das Risiko wird vor allem darin gesehen, dass genau diese Vorteile dazu führen könnten, dass immer mehr Tätigkeiten nicht mehr von fest angestellten Mitarbeitern übernommen werden, sondern über Plattformen wie “Clickworker”, “Freelancer” oder “Upwork” erledigt werden.

Die meisten Crowd Worker (knapp 70 %) wünschen sich eine Interessenvertretung - wohl, weil sie zwar “nicht ausgebeutet” fühlen, aber gleichzeitig auch nicht zufrieden mit dem Arbeitsumfeld” sind. 

Spannend wäre es mal zu erfahren, ob der Mitarbeiter der HBS, der diesen Text geschrieben hat, aber nirgendwo genannt wird, eine gänzliche andere Sicht auf sein Arbeitsverhältnis hat wie die in der Studie befragten Crowdworker...

Digitale Tagelöhner - Eine Bewertung aus traditioneller Sicht
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Kommentare 2
  1. Leopold Ploner
    Leopold Ploner · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

    "Spannend wäre es mal zu erfahren, ob der Mitarbeiter der HBS, der diesen Text geschrieben hat, aber nirgendwo genannt wird, eine gänzliche andere Sicht auf sein Arbeitsverhältnis hat wie die in der Studie befragten Crowdworker."
    Sehr gut!

    1. Ole Wintermann
      Ole Wintermann · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      Danke dir für das Feedback. VG, Ole

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