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Zeit und Geschichte

Dirk Liesemer
Autor und Reporter
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piqer: Dirk Liesemer
Dienstag, 05.04.2016

Wie die Smithsonian Institution die Schwarmintelligenz für Geschichtsforschung nutzt

Seit einigen Jahren digitalisieren Forschungsinstitute ihre Archive. Doch was genau steht eigentlich in all den kaum lesbaren Manuskripten, den handschriftlichen Notizen zu alten Fotos, in Tagebüchern und Briefen von Schriftstellern? Und wie lassen sich all die umfangreichen Werke über Pflanzensammlungen oder von Kochrezepten rasch nach einzelnen Stichwörtern durchsuchen?

Die Smithsonian Institution geht einen neuen Weg: 2013 hat sie Massen an eingescannten Büchern online gestellt, die aus 14 Bibliotheken, Archiven und Museen der Institution stammen. Freiwillige wurden zugleich aufgerufen, die Bestände für das digitale Zeitalter aufzubereiten. Mittlerweile beteiligen sich 6000 Menschen und rätseln gemeinsam über einzelne Wörter oder Buchstaben.

Bis heute sind auf diese Weise an die 150.000 Seiten aus mehr als 1000 Projekten transkribiert worden. Erstmals lassen sich damit Dokumente aus der analogen Welt gezielt nach Stichworten durchsuchen. Der Lohn für die Freiwilligen: Sie stoßen immer wieder auf fantastische Geschichten, die seit langem niemand mehr gelesen hat.

Wie die Smithsonian Institution die Schwarmintelligenz für Geschichtsforschung nutzt
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