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Zeit und Geschichte

Kurt Tutschek
Jäger & Sammler

Lehrer.
Auch in der Lehrer/innen-Fortbildung tätig.
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Fotograf & Bildbearbeiter.
Leser.
Blogger.
Mensch.

Web:
> zeitpunkte.eu
> medienfundgrube.at

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piqer: Kurt Tutschek
Samstag, 17.09.2016

Sally Horner — die echte Lolita

Lolita von Vladimir Nabokov. Heute ein Klassiker der Literaturgeschichte, im Erscheinungsjahr 1955 ein veritabler Skandal — steht doch im Mittelpunkt des Romans die pädophile Liebesbeziehung des Literaturwissenschaftlers Humbert Humbert zur zwölfjährigen Dolores Haze, die er Lolita nennt.

Lange war unklar, ob reale Begebenheiten hinter Nabokovs Geschichte standen. Alle Zeichen deuten heute darauf hin, dass tatsächlich ein Kriminalfall aus dem Jahr 1948 dem Autor Eckpunkte für Lolita geliefert haben dürfte.

Der arbeitslose Mechaniker Frank La Salle entführte im Jahr 1948 ein 11-jähriges Mädchen — Florence Sally Horner. Sally wollte als Mutprobe ein Notizbuch stehlen und La Salle gab sich ihr gegenüber als FBI Agent aus. Er schüchterte sie ein und zwang sie, mit ihm zu kommen. 21 Monate lang fuhr er mit Sally durch die USA, blieb immer nur kurz an einem Ort, missbrauchte das Mädchen regelmäßig und gab sich als ihr Vater aus. Doch schließlich gelang Sally die Flucht. Sie rief ihre Schwester an, die das FBI einschaltete.

Frank La Salle wurde am 22. März 1950 verhaftet.

Sally Horner starb wenige Jahre später, am 18. August 1952, an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

Das ist ihre Geschichte.

Sally Horner — die echte Lolita
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