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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Sonntag, 24.01.2016

Pakt mit den Terroristen

Die Schweiz ist seit gut 200 Jahren strikt neutral. Zwar unterhält das Land eine Armee – sie dient aber nur der Landesverteidigung, sie beteiligt sich an keinen Kriegen. Dieses außenpolitische Konzept von "leben und leben lassen" ging lange auf. 

Doch 1970 änderte sich die Sicherheitslage der Republik schlagartig. Im Februar stürzte ein Flugzeug nach der Explosion einer Bombe ab. Im September entführten dann palästinensische Terroristen ein Flugzeug der Swissair. Die Maschine landete in Jordanien. Die Regierung der Schweiz begann mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) zu verhandeln, die international als terroristische Organisation geächtet war. Und dabei ging es nicht nur um die Befreiung des entführten Fliegers. Den Kontakt zur PLO stellte Jean Ziegler her, Soziologieprofessor, berühmter Buchautor und Nationalrat.

Die Schweiz ging in Fragen der „Landesverteidigung“ nun einen interessanten Sonderweg: Sie vereinbarten mit der PLO, dass Palästinenser kein weiteres Attentat auf die Schweiz verüben würden. Dafür war die Republik zu einer Gegenleistung bereit. Das enthüllte die Neue Zürcher Zeitung: „Im Gegenzug sicherte die Schweiz der PLO zu, sie am Uno-Sitz in Genf in ihrem Bemühen um diplomatische Anerkennung zu unterstützen.“

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