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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Montag, 22.02.2016

Olympia in Trümmern

Nur drei Jahre nach dem Weltkrieg beginnen im zerbombten London die Olympischen Spiele. Ein Großereignis – doch 1948 freut sich in der britischen Hauptstadt kaum jemand auf die friedlichen Wettkämpfe. Die letzten Spiele liegen zwölf Jahre zurück: Damals nutzten die Nationalsozialisten den Event in Berlin für ihre Propaganda.

Nun dürfen Deutsche und Japaner an den 14. Sommerspielen nicht teilnehmen. Aber nicht alle Kriegsgegner der Alliierten sind ausgeschlossen: Österreicher treten an. 

Aber die Sowjetunion schickt keine Sportler. In Europa droht ein neuer Konflikt: Die Sowjets haben 1948 Berlin eingeschlossen. Der Streit der Siegermächte über die europäische Ordnung mündet in den Kalten Krieg.

Von den großen Problemen zu den kleinen: In Großbritannien bekommen die Athleten nur schmale Portionen. Noch immer sind Lebensmittel rationiert, mehr als ein britischer Schwerstarbeiter sollen auch die Wettkämpfer nicht erhalten, um keinen Neid zu schüren. GeoEpoche erzählt die Geschichte der Olympischen Spiele 1948 vor einer düsteren Kulisse: Die Nachwirkungen der Weltkriegs überschatten den Sport – und die Politik in Europa. Der Artikel erscheint im Heft 77: "Europa nach dem Krieg".

Am Ende zieht die britische Presse trotz aller Kritik im Vorfeld doch ein positives Fazit: "Wir haben es nicht allzu schlecht gemacht – We did not do too badly“.

Olympia in Trümmern
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