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Zeit und Geschichte

Dirk Liesemer
Autor und Reporter
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piqer: Dirk Liesemer
Sonntag, 08.01.2017

Naiv bis unbekümmert: Wie die US-Presse über Mussolini und Hitler berichtete

Wie sollte man über Politiker berichten, die sich offen gegen die Demokratie stellen — selbst wenn sie durch demokratische Wahlen an die Macht gekommen sind und damit den Willen der Mehrheit repräsentieren? Nicht nur, aber wohl vor allem in den USA wird diese Frage zurzeit ausführlich debattiert. Kürzlich schrieb etwa Nicholas Kristof in der New York Times eine aufschlussreiche Kritik: Lessons From the Media’s Failures in Its Year With Trump. Der Historiker John Broich hingegen schaut zurück und fragt, welche Fehler amerikanische Journalisten in den 1920er und 30er Jahren begingen, als sie vom Aufstieg der Faschisten und Nationalsozialisten in Europa berichteten: „Mussolini was a darling of the American press, appearing in at least 150 articles from 1925-1932, most neutral, bemused or positive in tone." Die Berichte und die politischen Erfolge Mussolinis hatten eine absehbare Konsequenz: „Mussolini’s success in Italy normalized Hitler’s success in the eyes of the American press." Mit seinem Rückblick warnt Broich vor einer Erosion der amerikanischen Demokratie.

Naiv bis unbekümmert: Wie die US-Presse über Mussolini und Hitler berichtete
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