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Zeit und Geschichte

Kehlmann über Kant und die Freiheit des Denkens

Dirk Liesemer
Autor und Journalist
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Dirk LiesemerMontag, 22.01.2024

Kurzweilig und konzentriert ist dieses halbstündige Gespräch, das Wolfram Eilenberger mit Daniel Kehlmann geführt hat. Kehlmann hatte einst eine Promotion über einen Aspekt des Kantschen Werks begonnen, ehe er sich dann doch der Literatur verschrieb. 

So ganz hat er den Königsberger Philosophen nie aus den Augen verloren, ließ ihn etwa in seiner "Vermessung der Welt" auftauchen. Kehlmann zufolge war Kant kein kalter Verstandesmensch – dass dieses Bild überhaupt kursiert, dürfte den komplexen, nüchternen Analysen seiner berühmten drei Kritiken geschuldet sein. Dabei konnte Kant ironisch sein, wie der Titel seiner Schrift "Zum ewigen Frieden" belegt, der eine Wirtshaus-Inschrift wiedergibt – und die trotzdem ein ernsthaftes, modernes Friedenskonzept enthält.

Das Gespräch ist keine Lobhudelei, erwähnt wird etwa Kants merkwürdige Wiedergabe rassistischer Ideen, merkwürdig deshalb, weil sie gar nicht zu seiner universalistisch-humanistischen Philosophie passen, sondern wie ein unverbundenes Versatzstück wirken. Die Irritation darüber sowie über seine späten nicht gerade frauenfreundlichen Äußerungen zeigen, wie Kehlmann es formuliert, dass Kant ein vorurteilsbehafteter Mensch seiner Zeit war. 

Warum sich also trotzdem mit ihm befassen? Weil er uns mit seiner Philosophie einen Ausweg gezeigt habe, um den eigenen Vorurteilen zu entkommen, sagt Kehlmann. Für den Einstieg empfiehlt er die politisch-liberale Schrift "Zum ewigen Frieden", die nicht nur kurz, sondern auch gut verständlich ist, sowie den Text "Was es heißt: sich im Denken zu orientieren". 

Kehlmann über Kant und die Freiheit des Denkens

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