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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Donnerstag, 08.06.2017

Die Toten der deutsch-deutschen Grenze – Forscher ermitteln 327 Opfer

Selbstschussanlagen, Scharfschützen, Minen, Laufgitter für scharfe Hunde: Wer die deutsch-deutsche Grenze illegal überqueren wollte, musste seinen Tod in Kauf nehmen. Ein Projekt der Freien Universität Berlin hat in jahrelanger Arbeit recherchiert, wie viele Menschen exakt an der 1.400 Kilometer langen Grenze, zu der auch die Berliner Mauer zählte, gestorben sind.

Erstmals liegen nun belegbare Zahlen zu den Toten vor: Mindestens 327 Menschen sind dort ums Leben gekommen oder getötet worden; vier von fünf Opfern waren jünger als 35 Jahre. Das ergab die fünfjährige Recherche des Forschungsverbundes SED-Staat. Ein Vorgängerprojekt hatte 2009 die Mauertoten in Berlin erfasst. Allein dort starben mindestens 139 Menschen.

Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Die Forscher gingen gut 1.500 Verdachtsfällen seit der Gründung der DDR bis zur Grenzöffnung 1989 nach. In einem Handbuch haben sie ausschließlich belegbare Fälle aufgenommen. 327 Schicksale. 327 oft unbekannte Opfer.

Die Toten der deutsch-deutschen Grenze – Forscher ermitteln 327 Opfer
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