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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Sonntag, 22.10.2017

Alles über DAS Attentat. Tausende Akten zum Mord an Kennedy stehen kurz vor der Freigabe

Wer ist der Mörder? Dieser simplen Frage gehen die meisten Krimis nach. Ob Gärtner, Butler oder Zimmermädchen – es gibt viele Verdächtige und am Ende meist einen Haupttäter. Bei politischen Thrillern ist der Plot komplizierter – erst recht, wenn es um das wohl bekannteste politische Attentat des 20. Jahrhunderts geht – zumindest nach dem Mord am österreichischen Thronfolger 1914 in Sarajevo. Letzterer, der Tod von Erzherzog Franz Ferdinand, galt schon kurz nach dem Anschlag als aufgeklärt. Anders sieht es bei den Schüssen auf John F. Kennedy aus: Am 22. November 1963 stirbt der US-Präsident in Dallas, Texas. Mehrere Kugeln werden auf ihn abgefeuert, eine davon trifft ihn tödlich.

Wie viele Schützen es gab, wie viele Schüsse, wie viele Schussrichtungen – all das ist umstritten. Und natürlich auch, wer hinter dem Anschlag steckte.

Lee Harvey Oswald wurde von den ermittelnden Behörden als Schütze präsentiert, er soll als Einzeltäter gegen den Präsidenten vorgegangen sein.  Doch daran glauben bis heute viele Kennedy-Verehrer und Verschwörungstheoretiker nicht. Gängige Theorien, wer tatsächlich hinter dem Attentat steckt: die Mafia, der Auslandsgeheimdienst CIA, die Rüstungsindustrie oder gar Vizepräsident Johnson

Nun könnte sich ausgerechnet ein umstrittener Nachfolger Kennedys im Amt des Präsidenten um die Aufarbeitung des Anschlags und um die zeitgeschichtliche Forschung verdient machen. Donald Trump verkündete – natürlich auf Twitter – 3.000 bislang unter Verschluss gehaltene Akten über den Mord an Kennedy der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu wollen: "Vorbehaltlich des Erhalts weiterer Informationen werde ich als Präsident erlauben, die lange Zeit verschlossenen und als geheim eingestuften JFK-Akten freizugeben." Das dürfte die Bundespolizei FBI und die CIA nicht freuen, sie drängen darauf, bestimmte Akten weiterhin geheim zu halten. Ein Ende der Verschwörungstheorien ist deshalb, auch mit einigen Regalmetern neuer Akten zum Fall Kennedy, nicht zu erwarten. 

 

 

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