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Volk und Wirtschaft

Sven Prange
Journalist & mehr
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piqer: Sven Prange
Dienstag, 01.10.2019

Wem gehört Deutschland?

Zugegeben, diese Frage ist so allgemein und vereinfachend blöd gestellt, dass man danach fast nichts mehr erwartet. Dennoch hat die ARD hier ein, nicht immer ganz feinsinnig ausziseliertes, aber nicht uninteressantes Bilder-Potpourri als Antwort zusammengetragen. Und zwar, weil Jan Lorenzen hier gemacht hat, was bei volkswirtschaftlich-politischen Medienbeiträgen meist nicht passiert: Er sucht sich seine Antworten per Deutschland-Reise zu echten Menschen. Und das, ohne allzu platt und klischeebeladen zu werden (auch wenn es recht am Anfang des Films einen Grenzübertritt in dieser Sache gibt; davon nicht abschrecken lassen).

Dabei startet Lorenzen, indem er aus einem deutschen Allgemeinplatz einen Konjunktiv formt: Mit der Demokratie sei die beste Regierungsform gefunden, das war lange der Grundkonsens in der Bundesrepublik. Zwar ist die Zustimmung zur Idee der Demokratie immer noch hoch, doch die Zufriedenheit mit den politischen Verhältnissen in Deutschland bröckelt. Dabei trifft Lorenzen nicht nur auf dem Bildschirm gemeinhin Unbekannte, beschreibt die Ohnmacht von Stadtvätern gegenüber Konzernen und von Arbeitern gegenüber Kapitalinteressen (und liefert dabei immer wieder Spuren zu Erklärungen von Phänomenen außerhalb wirtschaftlicher Zusammenhänge). Er entlockt mitunter auch auf dem Bildschirm Bekannten Unbekanntes. Etwa wenn der ehemalige Innenminister Thomas de Maizière sagt:

„Sehen Sie, die Automobilindustrie ist eine große Branche in Deutschland. Sie hat großen Einfluss. Wenn Sie sagt, ein gewisser Grenzwert gefährde Arbeitsplätze in Deutschland, dann ist das etwas, was Politiker und Regierende sich anhören müssen.“ 

Er sagt dann noch weitere Sätze, an deren Ende man sich nicht so sicher ist, ob er sagen möchte, dass sie dann auch hören müssten. Wer die Subtilität nicht versteht, dem gibt der Film im weiteren Verlauf noch deutlichere Antworten. 

Wem gehört Deutschland?
7,5
6 Stimmen
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Kommentare 2
  1. Georg Wallwitz
    Georg Wallwitz · Erstellt vor 2 Monaten ·

    Man könnte es auf den Punkt: Geld spielt eine Rolle.
    Was mir fehlt in dem Beitrag ist ein Eingehen auf die wirtschaftlichen Gründe für den Ist-Zustand. Warum Geld eine Rolle spielt, wird nicht thematisiert. Wirtschaftlich bleibt der Beitrag an der Oberfläche.
    Es ist ein interessanter Beitrag, aber eher ein soziologische Betrachtung.

    1. Kerstin A.
      Kerstin A. · Erstellt vor 2 Monaten ·

      Warum sollte extra darauf eingegangen werden, dass in einem kapitalistischem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem sich alles um den Profit (= um das Geld) dreht? Das ist doch eigentlich Allgemeinwissen.

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