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Ist UK auf dem Weg zu einer Steueroase?

Silke Jäger
Freie Journalistin und Texterin für Gesundheitsinfos

Ich lebe in Marburg und schreibe über Gesundheit, eHealth, Gesundheitspolitik und den Brexit. Für: Krautreporter, Gute Pillen – Schlechte Pillen und RiffReporter. Non-Profit-Projekt: Podcast http://evidenzgeschichten.podigee.io/

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Silke JägerMittwoch, 12.10.2022

Zugegeben: Seit dem Austrittstag UKs aus der EU suche ich nach Bestätigungen für die These, dass Großbritannien zu einem "Singapore on Thames" wird. Davon haben die Brexit-Befürworter immer geträumt. Sie sahen einen der Hauptvorteile des EU-Austritts darin, zu einer Niedrigsteuerzone werden zu können, in der die Wirtschaft wächst, weil globale Unternehmen ins Land investieren.

Liz Truss und ihr Finanzminister haben mit ihrem Mini-Budget vor drei Wochen einen Riesenschritt in genau diese Richtung gemacht und sind damit politisch und ökonomisch fast gegen eine Wand gefahren, die sie offensichtlich nicht haben kommen sehen. Oder, andere Lesart, deren Robustheit sie unterschätzt hatten. Vielleicht, weil sie zu sehr auf diejenigen gehört haben, die ihnen halfen, ins Amt zu kommen: die libertären Think Tanks aus der Tufton Street Nummer 55 in London. Hier, nur eine Meile von Downing Street Nummer 10 entfernt, residieren eine Reihe von Leuten, die seit der Finanzkrise großen Einfluss auf die britische Politik nehmen und die die Wachstums-Doktrin der neuen britischen Regierung maßgeblich mitkreiert haben.

Steuersenkungen für Unternehmen und Oberschicht sollen das Wachstum ankurbeln. Problem dabei ist aber, dass die Steuerverluste nicht gegenfinanziert sind. Der Finanzminister will erst Ende des Monats bekannt geben, wie er die Einnahmenverluste des Staates ausgleichen will. Experten rechnen mit 60 Milliarden, die an anderer Stelle eingespart werden müssen und befürchten eine neue, einschneidendere Runde der Austeritätspolitik, deren Erstauflage bereits unter Cameron zu großen Verwerfungen führte.

Seit dem Amtsantritt von Liz Truss und ihrem Team befindet sich UK jedoch in einem unvergleichlichen Schlingerkurs. Da werden Ankündigungen im Stundentakt zurückgenommen, während man gleichzeitig versichert, die Kursrichtung nicht ändern zu wollen. Das alles versetzt die Märkte in einen Panikmodus. So sehr, dass die Bank of England gestern massiv Staatsanleihen kaufte, um den Vertrauensverlust zu begrenzen. Das Pfund stürzte danach gegenüber dem Dollar deutlich ab.

Die Rezession, die für UK vorhergesagt wurde, fällt nach Einschätzungen vieler Experten wahrscheinlich stärker aus und setzt früher ein, als erwartet. Und wird, so wie es aussieht, auch stärker ausfallen als im Rest Europas.

Der verlinkte Text erklärt die Dynamik gut verständlich und skizziert die Folgen, die Truss' Politik wohl haben wird.

Ist UK auf dem Weg zu einer Steueroase?

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