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Kopftuchverbot, lasst den Mädchen die Wahl

Reinhard Bracke
Diplom Sozial Pädagoge
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Reinhard BrackeFreitag, 22.11.2019

Wer das Kopftuch verbieten will, glaubt im besten Fall, die Mädchen damit zu befreien. Dabei ist der Zwang, kein Kopftuch tragen zu dürfen, ebenso ein Zwang, wie eins tragen zu müssen. Das Thema Kopftuch ist zu komplex, als dass es dafür eine einfache Lösung gibt.

Manche Mädchen tragen das Kopftuch auch nur aus Provokation. Gerade weil sie wissen, dieses oder jenes Verhalten regt einen Lehrer auf, machen sie es erst recht. Das kennt jeder, der mal Schüler war. Manche tragen es aus modischen Gründen, manche um ihre Eltern zu ärgern, die selbst moderner sein wollen. Kinder probieren sich aus. Sie nehmen verschiedene Rollen an. Dazu gehören auch Kleidungsstücke.

Kopftuchverbot, lasst den Mädchen die Wahl

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Kommentare 8
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 2 Jahren · bearbeitet vor 2 Jahren

    es stimmt ja und es sollte so kindlich rebellisch normal sein:: ist es aber nicht. Wir würden Kindern auch nicht deswegen erlauben etwa Hakenkreuze zu tragen. Und ja ein kopftuch ist kein Hakenkreuz. dennoch: solange wir nicht sicher sein können dass ein kind das kopftuch nicht aus zwang trägt, sollte es grundsätzlich an Schulen und in Kindergärten verboten sein.
    und das ist keine religiöse oder kulturelle Diskriminierung: islamgelehrte und Koran
    meinen normalerweise Frauen (geschlechtsreife weibliche Jugendliche), wenn es um das kopfverhüllen geht.
    Und schulen öffentlicher Raum verbietet öfters mal Kleidung - zb bauch freie tops.
    Das sollte dann aber für das öffentliche zeigen religiöser- oder politisch-extremer oder extrem sexistische Kleidung von allen gelten.
    lasst den Mädchen die Wahl? schön wärs.
    tun wir aber zb bei Bulimie auch nicht.

    1. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · vor 2 Jahren

      Ich finde deinen Vergleich am Anfang des Kommentars absolut misslungen. Das bringt direkt ein Klima in die Kommentarspalte, das so erträglich ist wie ein Wirbelsturm. Abgesehen davon schreibst du genau das, was Reinhard oben als unterkomplex beschreibt: "Das Thema Kopftuch ist zu komplex, als dass es dafür eine einfache Lösung gibt."
      Wir haben einen merkwürdigen Umgang mit Verboten in Deutschland, finde ich. Die Autorin des Textes schreibt: "Wer das Tuch verbannt, nimmt sich selbst und allen anderen die Möglichkeit, es zu verstehen." Das liefert auch keine abschließende Lösung, ist aber eine Perspektive, der ich zustimme.

    2. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Jahren

      @Maximilian Rosch Unterkomplexität - aber hallo. Sicher ist es das. Aber bei der Diskussion um schule und kiga kann man nicht alles abdecken.

    3. Emran Feroz
      Emran Feroz · vor 2 Jahren

      Das Kopftuchverbot an den Schulen ist deshalb diskriminierend, weil das Verbot nur an muslimische Schülerinnen gerichtet ist. Es geht also nicht um die Verbannung religiöser Symbole per se, denn die jüdische Kippa oder das Kreuz stehen ja nicht zur Debatte.

      Man kann sich außerdem nie sicher sein, ob ein Kind etwas aus Zwang trägt oder macht. Die frage könnte man grundsätzlich auf alle Lebensbereiche der Kinder stellen. Es wäre Absurd Kindern beispielsweise grundsätzlich das Ballett zu verbieten, weil es Eltern gibt, die ihre Kinder dazu zwingen.

    4. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Jahren

      @Emran Feroz Meine rede: es sollte dann auch um kippa Kreuz gehen. Auch wenn man bei der kippa darüber reden müsste ob es Mädchen potentiell diskriminiert unterdrückt ...

    5. Yvonne Franke
      Yvonne Franke · vor 2 Jahren

      @Cornelia Gliem Irgendwann sollen all diese Kinder einmal zu mündigen, selbstbewussten Erwachsenen werden, die ihren eigenen Weg finden. In und außerhalb ihrer Religion. Ich weiß nicht, ob ihnen ein Gerangel zwischen Eltern und Staat dabei weiterhilft. Soll dabei später eine freie Entscheidung herauskommen?

    6. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Jahren

      @Yvonne Franke hm. wiR schwanken hier zwischen Kinder für (vorerst) unmündig halten und besonders schützen sogar vor (angeblich) freier eigener Entscheidung - und kinder mündig behandeln in der Hoffnung sie werden es. ..
      Wahrscheinlich kommt es auch auf das Alter an. Es ist schließlich ein unterschied ob kind 5 oder 14 ist.

    7. Yvonne Franke
      Yvonne Franke · vor 2 Jahren

      @Cornelia Gliem Da hast Du sicher Recht. Worüber wir noch nicht gesprochen haben ist, wie wichtig es für alle Kinder als Gemeinschaft ist, dass sie in ihrem Alltag Diversität erleben dürfen. Eigene Erfahrungen und persönliche Begegnungen sind ein gutes Mittel gegen Vorurteile.

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